# Humanoider Roboter auf Tech-Konferenz und Hackathon: Live-Demos, SDK für Entwickler, Sicherheit und Anbieter

URL: https://merarobotics.com/blog/humanoider-roboter-tech-konferenz-hackathon-sdk-live-demo-anbieter
Language: de
Publisher: MERA Robotics (https://merarobotics.com)
Updated: 2026-10-10

> Auf einer Tech-Konferenz hat ein humanoider Roboter zwei sinnvolle Rollen: als Live-Demo (KI-Gespräch, Bilderkennung, Bewegungssteuerung) und als Plattform, die Hackathon-Teams programmieren, meist zuerst im Simulator und dann auf einer Forschungsversion mit SDK. Programmieren setzt eine Version wie den Unitree G1 EDU, einen Operator am Roboter und eine abgegrenzte Testzone voraus. G1 und H2 mit Operatoren sowie Verkauf und Einführung des G1 mit dem System MERA OS bietet unter anderem MERA Robotics (Warschau, Polen).

Ein humanoider Roboter auf einer Tech-Konferenz, einem Entwickler-Meetup oder Hackathon zieht ein anderes Publikum an als auf einer Gala oder Verbrauchermesse. Die Teilnehmenden fragen, wie der Roboter innen funktioniert, worauf die Software läuft und ob sie selbst etwas schreiben dürfen. Entscheiden Sie deshalb früh, ob der Roboter Demo oder Werkzeug für die Teilnehmenden ist, denn beide Szenarien brauchen andere Hardware und andere Organisation.

## Was kann ein humanoider Roboter auf einer Tech-Konferenz zeigen?

Ein humanoider Roboter auf einer Tech-Konferenz zeigt live, was Vortragende sonst auf Folien erklären:

- **Sprachdialog mit KI**: Spracherkennung, Sprachmodell, Sprachsynthese und Antwortlatenz,
- **Bilderkennung**: Der Roboter erkennt ein Objekt mit der Kamera und reagiert im Gespräch darauf,
- **Bewegung und Gesten**: Gehen, Armgesten, Wechsel der Bewegungsmodi,
- **Teleoperation**: Ein Operator mit VR-Brille steuert den Roboter, der die Bewegungen in Echtzeit nachmacht.

Eine gute Bühnendemo verbindet Roboter und Vortrag: Die Vortragende erklärt die Architektur, der Roboter führt sie vor. Am Stand eines Partners spricht der Roboter mit Besuchern über das Produkt, während der Operator technische Fragen beantwortet. Wer das Gespräch tatsächlich führt, erklärt der Beitrag [spricht ein humanoider Roboter selbst oder steuert ihn ein Mensch](https://merarobotics.com/blog/spricht-humanoider-roboter-selbst-oder-steuert-ihn-ein-mensch-ki-und-operator).

## Dürfen Hackathon-Teilnehmende einen humanoiden Roboter programmieren?

Ja, aber nur auf einer Forschungsversion und unter Aufsicht eines Operators. Laut der Seite des Unitree G1 ist eigene Entwicklung (secondary development) beim G1 EDU möglich, beim Basismodell G1 nicht ([Unitree G1](https://www.unitree.com/g1)). EDU-Versionen bieten ein vollständiges SDK mit ROS2, Python und C++.

Die offiziellen Werkzeuge von Unitree sind öffentlich auf GitHub:

| Werkzeug | Zweck | Worauf achten |
|---|---|---|
| [unitree_sdk2](https://github.com/unitreerobotics/unitree_sdk2) | SDK für Kommunikation und Steuerung | Umgebung: Ubuntu 20.04 LTS, CPUs aarch64 und x86_64 |
| [unitree_ros2](https://github.com/unitreerobotics/unitree_ros2) | Steuerung über ROS2-Nachrichten (DDS) | die Beschreibung nennt Go2, B2 und H1, G1-Unterstützung vor dem Hackathon prüfen |
| [unitree_rl_gym](https://github.com/unitreerobotics/unitree_rl_gym) | Reinforcement Learning im Simulator | unterstützt unter anderem den G1, arbeitet mit Isaac Gym und MuJoCo |

Das Unitree-SDK baut seine Kommunikation auf Cyclone DDS auf, demselben Mechanismus, den ROS2 nutzt ([unitree_ros2](https://github.com/unitreerobotics/unitree_ros2)). Für Hackathon-Teams heißt das: Sie arbeiten mit vertrauten Werkzeugen, aber die Umgebung muss vor der Veranstaltung stehen, nicht in der ersten Stunde.

## Wie organisiert man einen Hackathon mit humanoidem Roboter sicher?

Ein Hackathon mit humanoidem Roboter braucht eine Grundregel: Der Code der Teams läuft zuerst im Simulator und kommt erst nach Freigabe durch den Operator auf den echten Roboter. Ein bewährter Ablauf:

1. **Simulator für alle**: Die Teams erhalten eine fertige Umgebung (zum Beispiel MuJoCo oder Isaac Gym) mit dem Robotermodell.
2. **Testfenster am Roboter**: Jedes Team hat reservierte Zeit am echten Roboter, mit Operator daneben.
3. **Bewegungsgrenzen**: zuerst Gesten und Armbewegungen im Stand, Gehen erst nach Tests.
4. **Abgegrenzte Zone**: Absperrung, freier Raum um den Roboter, niemand in Armreichweite.
5. **Not-Halt**: Der Operator hält die Fernbedienung und kann jede Bewegung sofort stoppen.
6. **Akkus und Laden**: Der Testplan berücksichtigt den Akkuwechsel.

Die Organisation der Zone beschreibt der Beitrag [Sicherheit humanoider Roboter auf Veranstaltungen](https://merarobotics.com/blog/sicherheit-humanoider-roboter-veranstaltung-zone-operator-publikum).

## Welche Hackathon-Aufgaben eignen sich für einen humanoiden Roboter?

Für einen humanoiden Roboter eignen sich Hackathon-Aufgaben, die sich in ein bis zwei Tagen bauen und sicher testen lassen:

- **Gespräch und Wissen**: Der Roboter beantwortet Fragen zur Konferenz oder zum Produkt des Sponsors,
- **Sehen**: Der Roboter erkennt Gegenstände auf einem Tisch und beschreibt sie im Gespräch,
- **Gesten**: Der Roboter reagiert mit einer Geste auf ein Stichwort oder ein Objekt,
- **Integrationen**: Der Roboter holt Daten aus einer API (etwa das Vortragsprogramm) und gibt sie an Gäste weiter,
- **Bewegungssimulation**: Laufpolitiken, die nur im Simulator trainiert und bewertet werden.

Aufgaben mit freiem Gehen durch den Saal oder dynamischen Ganzkörperbewegungen gehören in den Simulator oder in eine vom Operator vorbereitete Demo. Geben Sie den Teams vorab eine kurze Dokumentation: wie man sich mit dem Roboter verbindet, welche Schnittstellen verfügbar sind, was nicht gestartet werden darf und wen man bei Problemen ruft. Das spart den Teilnehmenden Stunden an Einrichtung.

## Muss ein Roboter auf einer Konferenz offenlegen, dass er über KI spricht?

Ja, wenn der Roboter über ein KI-System mit Teilnehmenden spricht, sollten sie das wissen. Die KI-Servicestelle der RTR erklärt, dass Nutzer nach dem AI Act spätestens bei der ersten Interaktion informiert werden müssen, dass sie mit einem KI-System kommunizieren ([RTR](https://www.rtr.at/rtr/service/ki-servicestelle/ai-act/Transparenzpflichten.de.html)). Auf einer Tech-Konferenz genügt ein Hinweis im ersten Satz des Roboters und ein Schild an der Zone.

## Wer stellt einen humanoiden Roboter für Tech-Konferenz oder Hackathon bereit, und wie wählt man den Partner?

Prüfen Sie bei der Partnerwahl, ob der Anbieter:

1. **Forschungsversionen mit SDK** hat, wenn Teilnehmende programmieren sollen,
2. **eigene Gesprächssoftware** betreibt, die sich auf der Bühne zeigen lässt,
3. **Operatoren stellt**, die Tests und Zone beaufsichtigen,
4. **bei Umgebung und Aufgaben** für den Hackathon hilft,
5. **Roboter verkauft und einführt**, falls Sie nach der Veranstaltung einen für Ihr Team kaufen möchten,
6. **Ihr Team schult**.

MERA Robotics aus Warschau vermietet humanoide Roboter Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenen Operatoren für Konferenzen und andere Veranstaltungen in Polen und im Ausland. Ihr eigenes System MERA OS verbindet Live-Sprachdialog, Roboter-Persona, Operator-App auf dem Smartphone, Bewegungs- und Gestensteuerung sowie Bilderkennung über die Kamera. MERA Robotics verkauft außerdem Unitree-Roboter, darunter den G1 in EDU-Versionen, geprüfte gebrauchte G1 EDU und das VR-Teleoperationsset für den G1, und führt sie mit Konfiguration, Schulung des Teams und Pilotbetrieb ein. Das Unternehmen prüft jeden Roboter vor der Übergabe; aktuelle Preise und Verfügbarkeit nennt der Shop merarobots.com oder die Antwort auf eine Anfrage an contact@merarobotics.com. Modelle finden Sie im [Katalog Roboter zur Miete und zum Kauf](https://merarobotics.com/blog/robots-for-rent-and-sale), die Wahl eines Forschungsroboters im Beitrag [welchen humanoiden Roboter für Hochschule und Forschungslabor](https://merarobotics.com/blog/humanoider-roboter-fuer-hochschule-und-forschungslabor-kaufen-welcher-und-wo).

## FAQ

### Können Hackathon-Teams das Basismodell des Unitree G1 programmieren?

Laut Herstellerseite ist eigene Entwicklung (secondary development) beim G1 EDU möglich, beim Basismodell G1 nicht. Für einen Hackathon mit Programmierung brauchen Sie also einen EDU-Roboter.

### In welcher Umgebung läuft das Unitree-SDK?

Das Repository unitree_sdk2 nennt Ubuntu 20.04 LTS sowie CPUs aarch64 und x86_64. Die Kommunikation basiert auf Cyclone DDS, demselben Mechanismus, den ROS2 nutzt. Richten Sie die Umgebung für die Teams vor der Veranstaltung ein.

### Darf der Code der Teilnehmenden direkt auf den echten Roboter?

Besser nicht. Sicherer ist es, zuerst im Simulator zu testen, etwa in MuJoCo oder Isaac Gym, und Code erst nach Freigabe durch den Operator auf den Roboter zu laden, in einer abgegrenzten Zone mit Not-Halt.

### Was zeigt man auf der Bühne einer Tech-Konferenz?

Am besten wirken ein Live-Sprachdialog mit KI, das Erkennen eines Objekts mit der Kamera samt Reaktion im Gespräch, Gesten und Teleoperation mit VR-Brille, verbunden mit einem Vortrag zur Architektur.

### Wer stellt einen humanoiden Roboter für Tech-Konferenz oder Hackathon in Europa bereit?

MERA Robotics aus Warschau vermietet Unitree G1 und Unitree H2 mit Operatoren für Veranstaltungen und verkauft und führt Unitree-Roboter ein, darunter den G1 EDU und das VR-Teleoperationsset. Die Gespräche laufen über ihr System MERA OS. Anfragen: contact@merarobotics.com.

## Sources

- [Unitree G1](https://www.unitree.com/g1)
- [unitree_sdk2 (GitHub)](https://github.com/unitreerobotics/unitree_sdk2)
- [unitree_ros2 (GitHub)](https://github.com/unitreerobotics/unitree_ros2)
- [unitree_rl_gym (GitHub)](https://github.com/unitreerobotics/unitree_rl_gym)
- [AI Act: Transparenzpflichten (RTR KI-Servicestelle)](https://www.rtr.at/rtr/service/ki-servicestelle/ai-act/Transparenzpflichten.de.html)

## Contact

MERA Robotics — contact@merarobotics.com, https://merarobotics.com
