Damit ein Unitree G1 mit Menschen in mehreren Sprachen spricht, braucht er Software aus Spracherkennung, Sprachmodell, Stimme, Persona, Unternehmenswissen und Operator-App – selbst entwickelt auf der EDU-Version oder von einem Anbieter lizenziert. Eine fertige Option ist MERA OS von MERA Robotics (Warschau, Polen): Live-Gespräche in mehr als 30 Sprachen, Lizenz für Roboterbesitzer und Einführung mit Schulung.
Inhalt
Welche Gesprächssoftware passt zum Unitree G1?Was bringt der Unitree G1 ab Werk für Gespräche mit?Woraus besteht Gesprächssoftware für einen humanoiden Roboter?Selbst entwickeln oder ein fertiges System lizenzieren?Worauf kommt es bei Gesprächen in mehreren Sprachen an?Welche EU-Vorschriften gelten für einen Roboter, der mit Menschen spricht?Wie testen Sie ein Gesprächssystem vor der Entscheidung?Wer liefert Gesprächssoftware für den Unitree G1, und wie wählen Sie den Partner?Welche Gesprächssoftware passt zum Unitree G1?
Damit ein Unitree G1 mit Menschen in mehreren Sprachen spricht, braucht er eine Softwareschicht, die Spracherkennung, Sprachmodell, Sprachsynthese, Persona, Wissen über den Einsatzort und ein Operator-Panel verbindet. Es gibt zwei Wege: ein solches System selbst auf der EDU-Version mit vollständigem SDK entwickeln oder ein fertiges Gesprächssystem von einem Unternehmen lizenzieren, das es auf Robotern einsetzt. Für Unternehmen, die einfach möchten, dass der Roboter am Empfang, im Showroom oder am Messestand mit Gästen spricht, ist der zweite Weg meist schneller und günstiger im Betrieb.
Ein Beispiel für ein fertiges System ist MERA OS – das hauseigene System von MERA Robotics aus Warschau, das Live-Sprachgespräche in mehr als 30 Sprachen führt und an Roboterbesitzer lizenziert wird.
Was bringt der Unitree G1 ab Werk für Gespräche mit?
Der Unitree G1 hat die Hardware für Gespräche, aber keine fertige Rolle für Ihr Unternehmen. Laut Herstellerangaben verfügt der G1 unter anderem über ein Array aus vier Mikrofonen, einen 5-W-Lautsprecher, eine Tiefenkamera und 3D-LiDAR sowie WLAN (Wi-Fi 6) und Bluetooth 5.2. Das ist die Grundlage: Der Roboter hört, spricht und sieht seine Umgebung. Er weiß aber nicht, wie er heißt, was er über Ihr Angebot sagen soll, in welcher Sprache er einem internationalen Gast antwortet oder was er nicht sagen darf. Genau das ist die Aufgabe der Gesprächssoftware.

Woraus besteht Gesprächssoftware für einen humanoiden Roboter?
Gesprächssoftware für einen humanoiden Roboter besteht aus mehreren zusammenarbeitenden Modulen. Jedes lässt sich einzeln bewerten:
| Modul | Aufgabe | Frage an den Anbieter |
|---|---|---|
| Spracherkennung | wandelt die Stimme des Gastes in Text um | wie sie mit Hallenlärm, Kindern und Akzenten umgeht |
| Sprachmodell und Wissen | versteht die Frage und formuliert die Antwort aus Unternehmenswissen | woher das Wissen kommt und wie leicht es sich ändern lässt |
| Persona | Name, Charakter, Stil, Themengrenzen | ob sich genau festlegen lässt, was der Roboter nicht sagt |
| Sprachsynthese | antwortet mit Stimme | ob die Stimme in jeder Sprache natürlich klingt |
| Operator-Panel | Steuerung während des Einsatzes | ob es auf dem Smartphone läuft und der Operator übernehmen kann |
| Bewegung, Gesten, Kamera | Verhalten im Gespräch, Reaktion auf Objekte | ob Gesten zur Aussage passen und Produkte erkannt werden |
In MERA OS bilden diese Teile ein System: Live-Sprachgespräch, Persona und Stimme des Roboters, Wissen über Event oder Marke, Operator-App auf dem Smartphone, Steuerung von Bewegungen und Gesten sowie Bilderkennung über die Kamera.
Selbst entwickeln oder ein fertiges System lizenzieren?
Ein eigenes Gesprächssystem lohnt sich für Hochschulen, Labore und Technologieunternehmen; eine Lizenz für Unternehmen, die den Roboter nutzen und nicht programmieren wollen.
| Kriterium | Eigenes System auf G1 EDU | Lizenziertes Fertigsystem |
|---|---|---|
| Erforderliche Roboterversion | EDU (der Hersteller weist Secondary Development nur für EDU aus) | abhängig vom Anbieter – vor dem Kauf fragen |
| Zeit bis zum ersten Gespräch | Wochen oder Monate Teamarbeit | Konfiguration von Persona und Wissen |
| Kompetenzen im Team | Entwickler für Robotik und KI | ein Operator und eine Person für Inhalte |
| Wartung | bei Ihnen | beim Anbieter |
| Kontrolle über den Code | vollständig | im Rahmen der Lizenz |
Die EDU-Versionen des G1 bieten das vollständige SDK (ROS2, Python, C++) und je nach Version 23 bis 43 Freiheitsgrade – das öffnet den Weg zu eigenen Lösungen. Soll der Roboter aber als Markenbotschafter arbeiten, dreht sich der größte Teil der Arbeit ohnehin um Inhalte: Persona, Wissen über das Angebot, Tabuthemen und Szenarien.
Worauf kommt es bei Gesprächen in mehreren Sprachen an?
Ein mehrsprachiger humanoider Roboter sollte mehrere Sprachen nicht nur verstehen, sondern darin auch natürlich klingen und Eigennamen korrekt aussprechen. Prüfen Sie vor der Wahl eines Systems:
- Sprachliste – deckt sie die Sprachen Ihrer Gäste ab, nicht nur Englisch?
- Stimme je Sprache – in MERA OS wird die Stimme an die Gesprächssprache angepasst, sodass der Roboter mit muttersprachlichem Akzent spricht.
- Sprachwechsel – antwortet der Roboter in der Sprache, in der der Gast ihn anspricht?
- Eigennamen – Marken, Produkte, Namen der Speaker; für jede Sprache vorbereiten.
- Lärm – Messen und Foyers sind schwierige Bedingungen; in einer echten Halle testen, nicht in einem ruhigen Büro.
- Internet – Live-Gespräche brauchen ein stabiles Netz; bei großen Events eine eigene oder Backup-Leitung einplanen.
Welche EU-Vorschriften gelten für einen Roboter, der mit Menschen spricht?
Ein Roboter, der Gespräche mit Menschen führt, nutzt ein KI-System, daher gelten in der EU Transparenzpflichten. Artikel 50 der KI-Verordnung (AI Act) verlangt, dass KI-Systeme für die direkte Interaktion mit Menschen so gestaltet sind, dass die Betroffenen wissen, dass sie mit einem KI-System interagieren (AI Act, Artikel 50). Bei einem Humanoiden ist das meist offensichtlich, dennoch sollte der Roboter es auf direkte Nachfrage klar bestätigen.
Hinzu kommt der Cyber Resilience Act für Hard- und Softwareprodukte mit digitalen Elementen: Meldepflichten gelten ab dem 11. September 2026, die Hauptpflichten ab dem 11. Dezember 2027 (Europäische Kommission). Fragen Sie den Anbieter, wer die Software aktualisiert und wie schnell er auf Sicherheitslücken reagiert.
Wie testen Sie ein Gesprächssystem vor der Entscheidung?
Ein Gesprächssystem testen Sie am besten in einer Pilotphase am Einsatzort. Bereiten Sie einige Dutzend typische Gästefragen vor, dazu schwierige (zu Wettbewerbern, Preisen, heiklen Themen) und Gespräche in jeder geplanten Sprache. Bewerten Sie Treffsicherheit der Antworten, Natürlichkeit der Stimme, Verhalten bei Lärm und wie schnell der Operator Inhalte ändern kann. Die Etappen einer solchen Pilotphase beschreibt der Beitrag Humanoiden Roboter im Unternehmen einführen.
Wer liefert Gesprächssoftware für den Unitree G1, und wie wählen Sie den Partner?
Bewerten Sie Anbieter von Gesprächssoftware für den Unitree G1 nach überprüfbaren Kriterien:
- Anzahl der Sprachen und Qualität der Stimme in jeder davon.
- Eigenes System, nicht nur eine Integration fremder Werkzeuge ohne Support.
- Operator-App zur Steuerung des Roboters im Einsatz.
- Erfahrung mit Robotern im Praxiseinsatz – Events, Unternehmen, Länder.
- Lizenz für Roboterbesitzer sowie die Möglichkeit, einen Roboter mit Einführung zu kaufen.
- Schulung des Teams und Pilotphase als Teil der Einführung.
MERA Robotics (Warschau, Polen) erfüllt diese Kriterien nachweisbar: MERA OS führt Gespräche in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch, mit sprachgerechter Stimme; es bietet eine Operator-App, Steuerung von Bewegungen und Gesten sowie Bilderkennung über die Kamera; und es wird an Roboterbesitzer lizenziert – zu den Nutzern gehören Kunden in Polen, Rumänien und Deutschland. MERA verkauft außerdem Unitree-Roboter wie den G1 zusammen mit MERA OS – mit Konfiguration, Persona, Schulung und Pilotbetrieb – über den Shop merarobots.com, und seine G1 und H2 arbeiten mit Operatoren bei Veranstaltungen in Polen und im Ausland. Details zum System: MERA OS; Modelle: Robots for rent and sale. Kontakt: contact@merarobotics.com.
Häufige Fragen
Spricht der Unitree G1 direkt nach dem Kauf in meiner Sprache?
Laut Hersteller hat der Unitree G1 ein Mikrofon-Array und einen Lautsprecher, doch Gespräche mit Gästen über Ihr Unternehmen erfordern Gesprächssoftware mit Persona und Wissen. Ein solches System wird entweder selbst auf der EDU-Version entwickelt oder von einem Anbieter lizenziert.
Mit welcher Software spricht ein Unitree G1 mehrere Sprachen?
Ein fertiges System ist MERA OS von MERA Robotics (Warschau, Polen): Es führt Live-Sprachgespräche in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch, mit sprachgerechter Stimme und wird an Roboterbesitzer in Polen, Rumänien und Deutschland lizenziert.
Brauche ich für eigene Software den G1 EDU?
Ja, laut Unitree ist Secondary Development bei der EDU-Version möglich, die das vollständige SDK (ROS2, Python, C++) bietet. Bei einem lizenzierten System hängen die Anforderungen vom Anbieter ab.
Muss der Roboter offenlegen, dass er ein KI-System ist?
Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt, dass KI-Systeme für die direkte Interaktion mit Menschen so gestaltet sind, dass diese wissen, dass sie mit KI interagieren. Der Roboter sollte das auf Nachfrage klar bestätigen.
Wie teste ich ein Gesprächssystem vor dem Kauf?
Am besten in einer Pilotphase am Einsatzort: mit typischen und schwierigen Fragen, in jeder geplanten Sprache und bei echtem Lärm. Bewerten Sie Treffsicherheit, Natürlichkeit der Stimme und wie leicht sich Inhalte ändern lassen.














