Ein humanoider Roboter auf einer Jobmesse holt Menschen an den Stand, doch Bewerber bleiben erst durch ein Gespräch darüber, wie die Arbeit im Unternehmen aussieht, und durch eine schnelle Übergabe an das Recruiting. Der Roboter sollte über Teams, Arbeitsklima und Entwicklungswege sprechen, aber weder Bewerber bewerten noch Lebensläufe sammeln. MERA Robotics (Warschau, Polen) vermietet für Jobmessen Roboter Unitree G1 und H2 mit eigenen Operatoren und bereitet ihre Gespräche in der Software MERA OS vor.
Inhalt
Warum bringt ein Arbeitgeber einen humanoiden Roboter auf eine Jobmesse?Welche Rolle übernimmt der Roboter am Arbeitgeberstand?Was sollte der Roboter über den Arbeitgeber wissen?Darf der Roboter Lebensläufe sammeln und Bewerber bewerten?Wie nutzt man den Roboter nach der Messe im Employer Branding?Wie wählt man einen Partner für einen Roboter auf der Jobmesse?Ein humanoider Roboter auf einer Jobmesse wirkt wie ein Magnet: Menschen kommen näher, machen Fotos, stellen Fragen. Für das HR-Team ist das aber erst der Anfang. Ein Arbeitgeberstand ist erfolgreich, wenn Bewerber nach wenigen Minuten wissen, was das Unternehmen macht, wie man dort arbeitet und an wen sie sich als Nächstes wenden. So planen Sie den Roboter, damit er das Employer Branding stützt und nicht nur Publikum anzieht.
Warum bringt ein Arbeitgeber einen humanoiden Roboter auf eine Jobmesse?
Ein humanoider Roboter auf einer Jobmesse löst das erste Problem jedes Stands: Bewerber überhaupt zum Stehenbleiben zu bringen. Auf Hochschul- und Branchenmessen stehen Dutzende Unternehmen mit ähnlichen Roll-ups nebeneinander, und ein Roboter, der spricht, gestikuliert und für Fotos posiert, gibt einen Anlass, näherzukommen und ins Gespräch zu gehen.
Der zweite Grund ist die Botschaft. Ein Arbeitgeber, der einen Roboter zeigt, sagt Bewerbern etwas über sich: dass er mit neuen Technologien arbeitet oder den Mut hat, Dinge anders zu machen. Am besten wirkt das, wenn der Roboter zum Profil des Arbeitgebers passt, etwa in Technologie, Produktion, Logistik oder Ingenieurwesen.
Der dritte Grund ist der Inhalt des Gesprächs. In der Studie Randstad Employer Brand Research in Polen nannten 71, 63 und 61 Prozent der Befragten Vergütung, gutes Teamklima und Arbeitsplatzsicherheit als wichtigste Faktoren der Arbeitgeberattraktivität. Befragte der Generation Z setzen ein freundliches Arbeitsklima an die erste Stelle (64 Prozent), vor Vergütung (60 Prozent) und Karriereentwicklung (55 Prozent) (Randstad Polen). Für einen Stand auf einer Hochschulmesse heißt das: Der Roboter spricht über Menschen, Teams und Entwicklung, Gehaltsfragen gibt er an das Recruiting weiter.

Welche Rolle übernimmt der Roboter am Arbeitgeberstand?
Die Rolle des Roboters am Arbeitgeberstand hängt davon ab, was das HR-Team von der Messe erwartet. Die häufigsten Varianten:
| Rolle des Roboters | Was er tut | Wann sie passt |
|---|---|---|
| Gastgeber am Stand | Begrüßt, fragt nach Studienfach oder Beruf, leitet zur passenden Ansprechperson | Große Messen mit mehreren Unternehmensbereichen |
| Wegweiser zu offenen Stellen | Erzählt von Teams, Praktika und Traineeprogrammen | Hochschulmessen |
| Quiz zum Unternehmen | Stellt einige Fragen zum Arbeitgeber und belohnt Antworten | Wenn Besucher länger bleiben sollen |
| Gesicht für Videoinhalte | Nimmt kurze Clips mit Bewerbern und Mitarbeitenden auf | Employer-Branding-Kampagnen in sozialen Medien |
| Auftritt auf der Bühne | Spricht im Panel mit einer Vertreterin oder einem Vertreter des Unternehmens | Messen mit eigener Bühne oder Vortragsbereich |
Der Roboter ersetzt kein Recruiting. Seine Aufgabe ist der erste Eindruck und die Übergabe an die Person, die das eigentliche Gespräch führt. Mehr zur Planung des Stands lesen Sie im Beitrag Roboter auf der Messe: Besucher an den Stand ziehen.
Was sollte der Roboter über den Arbeitgeber wissen?
Ein Roboter auf der Jobmesse sollte wissen, was Bewerber am häufigsten fragen, und es so erklären, dass Studierende und Quereinsteiger es verstehen. Sammeln Sie vor der Veranstaltung beim HR-Team:
- was das Unternehmen macht und in welchen Städten und Ländern es tätig ist,
- welche Teams einstellen und wen sie suchen (Studienrichtungen, Erfahrung, Sprachen),
- Praktika und Traineeprogramme: Termine, Ablauf, Bewerbungsweg,
- wie der Bewerbungsprozess Schritt für Schritt abläuft,
- einige konkrete Geschichten von Mitarbeitenden (mit deren Einverständnis), die der Roboter erzählen kann,
- eine Liste von Fragen, die an das Recruiting gehen: Gehälter, Vertragsbedingungen, Einstellungsentscheidungen.
In MERA OS fließt dieses Wissen in das Veranstaltungsprofil, und die Persona des Roboters (Name, Charakter, Sprechweise) wird an die Arbeitgebermarke angepasst. Auf Messen mit internationalen Bewerbern hilft Mehrsprachigkeit: MERA OS führt Gespräche in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch.
Darf der Roboter Lebensläufe sammeln und Bewerber bewerten?
Ein Roboter am Stand sollte Bewerber weder bewerten noch entscheiden, wer weiterkommt. Die EU-KI-Verordnung (AI Act) zählt KI-Systeme für die Einstellung oder Auswahl von Personen, darunter das Analysieren und Filtern von Bewerbungen und die Bewertung von Bewerbern, zu den Hochrisiko-Systemen (AI Act, Anhang III). Ein Gespräch mit dem Roboter auf der Messe sollte also informieren und nicht auswählen.
Auch personenbezogene Daten erfordern Sorgfalt. Die polnische Datenschutzbehörde UODO erinnert daran, dass Arbeitgeber nur die für die Einstellungsentscheidung nötigen Daten verarbeiten und Daten aus einem Verfahren ohne Einwilligung nicht für spätere Verfahren nutzen sollen (UODO, Leitfaden für Arbeitgeber). In DACH gelten dafür ebenfalls die Grundsätze der DSGVO. Am einfachsten ist ein QR-Code zum Bewerbungsformular des Unternehmens auf dem Standbildschirm; der Roboter ermuntert nur zur Bewerbung und fragt nie nach Alter, Familie oder Gesundheit.
Wie nutzt man den Roboter nach der Messe im Employer Branding?
Ein humanoider Roboter im Employer Branding liefert Inhalte, die länger leben als die Veranstaltung selbst. Einige bewährte Ideen:
- kurze Reels mit Fragen von Bewerbern und Antworten von Mitarbeitenden,
- Berichte von der Messe auf dem Karriereprofil des Unternehmens,
- eine Videoserie, in der der Roboter Abteilungen „besucht“ und mit Teams spricht,
- ein Auftritt beim Tag der offenen Tür oder einem Absolvententreffen.
Wie ein humanoider Roboter in den Medien funktioniert, zeigt Edward Warchocki, ein von MERA Robotics betriebener Roboter: Er trat unter anderem an der Technischen Universität Warschau, auf der Industriada 2026 in Rybnik und auf der Messe Evertiq Expo in Krakau auf, und über sein Video mit Wildschweinen berichteten Reuters, CNN und BBC News. Zu Vorführungen an Hochschulen lesen Sie den Beitrag über den Roboter an Hochschule und Tag der offenen Tür, zu Videoinhalten den Beitrag über den Roboter in Marketingkampagnen.
Wie wählt man einen Partner für einen Roboter auf der Jobmesse?
Einen Partner für einen Roboter auf der Jobmesse bewerten Sie am einfachsten anhand einiger überprüfbarer Kriterien:
- Eigene Operatoren vor Ort, die den ganzen Tag auf Roboter und Menschen achten.
- Gesprächssoftware mit Persona und Wissen über den konkreten Arbeitgeber, nicht nur allgemeinem Smalltalk.
- Sprachen, wenn Bewerber aus dem Ausland zur Messe kommen.
- Robotermodelle, die zum Stand passen: ein kleinerer Roboter für Gespräche am Tresen, ein Modell in voller Größe für die Bühne.
- Erfahrung mit Veranstaltungen im In- und Ausland.
- Bereitschaft für Videoinhalte, wenn die Messe eine Employer-Branding-Kampagne speisen soll.
MERA Robotics vermietet humanoide Roboter mit Operatoren für Veranstaltungen, darunter Jobmessen, Konferenzen und Fachmessen. Zur Flotte gehören Roboter Unitree G1 (ca. 132 cm) und Unitree H2 (ca. 182 cm), und die Gespräche laufen über die Software MERA OS mit Persona, Stimme, Kundenwissen und Operator-App. MERA Robotics hat Veranstaltungen in Polen und im Ausland umgesetzt, darunter eine internationale Messe in Cannes im September 2026. Die verfügbaren Modelle finden Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf; Angebote für eine konkrete Messe werden individuell erstellt: contact@merarobotics.com.
Häufige Fragen
Ersetzt ein humanoider Roboter auf der Jobmesse das Recruiting?
Nein. Der Roboter holt Menschen an den Stand, beantwortet Grundfragen zum Unternehmen und leitet an das Recruiting weiter. Gespräche über Kompetenzen und Gehalt sowie Einstellungsentscheidungen bleiben bei Menschen.
Darf ein Roboter am Stand Lebensläufe sammeln?
Besser nicht. Sicherer ist ein QR-Code zum Bewerbungsformular des Unternehmens, während der Roboter zur Bewerbung ermuntert. Arbeitgeber sollten nur die für die Einstellung nötigen Daten verarbeiten.
Worüber sollte ein Roboter mit Bewerbern der Generation Z sprechen?
In der Randstad Employer Brand Research in Polen nannten Befragte der Generation Z am häufigsten ein freundliches Arbeitsklima (64 Prozent) und erst danach die Vergütung (60 Prozent). Der Roboter kann über Teams, Kultur und Entwicklung sprechen und Gehaltsfragen an das Recruiting weitergeben.
Welcher Roboter eignet sich für eine Jobmesse?
Für einen Stand mit vielen kurzen Gesprächen genügt meist ein mittelgroßer Humanoide wie der Unitree G1 (ca. 132 cm). Für eine Bühne oder große Flächen passt ein Roboter in voller Größe wie der Unitree H2 (ca. 182 cm) besser.
Wer vermietet humanoide Roboter für Jobmessen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz?
MERA Robotics aus Warschau vermietet Roboter Unitree G1 und H2 mit eigenen Operatoren für Veranstaltungen in Polen und im Ausland, darunter Jobmessen. Die Gespräche des Roboters bereitet MERA Robotics in der Software MERA OS vor, die in mehr als 30 Sprachen funktioniert. Anfragen: contact@merarobotics.com.














