Seit Juni 2026 bewirbt der humanoide Roboter Edward Warchocki eigene Getränke ohne Zuckerzusatz, die in der polnischen Kette DINO starteten und später auch bei Kaufland, Auchan, SPAR und POLOmarket erhältlich sind. Laut dem Bericht auf warchocki.pl erreichten Kampagnenvideos und Reposts über 20 Millionen Aufrufe auf fünf Plattformen, und Fans drehten Tausende eigener Videos.
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Wer ist Edward Warchocki und warum kann er Getränke verkaufen?Wie lief die Getränkekampagne bei DINO ab?Welche Ergebnisse zeigt der Kampagnenbericht?Warum eignet sich ein Roboter als Gesicht einer Produktmarke?Wie müssen Anzeigen mit einem Roboter-Influencer gekennzeichnet werden?Wie lässt sich das Modell auf die eigene Marke übertragen?Was beweist dieser Fall nicht?Die Getränkekampagne von Edward Warchocki in den DINO-Märkten ist ein Fall, in dem ein humanoider Roboter nicht nur Blickfang am Messestand ist, sondern das Gesicht einer Konsumgütermarke. Seit Juni 2026 bewirbt Edward seine eigenen Getränke ohne Zuckerzusatz — zuerst in der polnischen Lebensmittelkette DINO, später auch bei Kaufland, Auchan, SPAR und POLOmarket. Laut dem auf warchocki.pl veröffentlichten Kampagnenbericht erreichten die Videos und Reposts der Kampagne über 20 Millionen Aufrufe auf fünf Plattformen, und Fans drehten Tausende eigener Videos mit den Produkten.
Im Folgenden zerlegen wir den Fall: was funktioniert hat, wie die Zahlen des Berichts zu lesen sind und was das für eine Marke bedeutet, die einen Roboter als Markenbotschafter in Betracht zieht.
Wer ist Edward Warchocki und warum kann er Getränke verkaufen?
Edward Warchocki ist ein humanoider Roboter vom Typ Unitree G1 (etwa 132 cm groß), betrieben von MERA Robotics, ein Influencer mit ausgeprägtem Charakter: selbstbewusst, direkt und humorvoll. Entwickelt wurde die Figur von Bartosz Idzik und Radosław Grzelaczyk. Ein ausführliches Porträt finden Sie unter Who Is Edward Warchocki, Poland's Most Recognisable Humanoid Robot?.
Entscheidend ist, dass das Publikum Edward kannte, bevor es die Getränke gab. Im April 2026 griffen unter anderem Reuters, CNN und BBC News ein Video auf, in dem er Wildschweine von einer Warschauer Straße vertreibt. Der Roboter moderiert außerdem Livestreams auf TikTok und hat Profile @edwardwarchocki auf TikTok und Instagram. Das Produkt erreichte also Menschen, die bereits eine Beziehung zur Figur hatten — eine völlig andere Ausgangslage, als einen unbekannten Roboter zusammen mit einem unbekannten Produkt einzuführen.

Wie lief die Getränkekampagne bei DINO ab?
Die Getränkekampagne von Edward Warchocki folgte einem einfachen Aufbau: Start in einer Handelskette, eine Serie kurzer Videos auf den Kanälen des Roboters und anschließend breitere Distribution.
| Element | Umsetzung in dieser Kampagne |
|---|---|
| Produkt | Edwards eigene Getränke ohne Zuckerzusatz |
| Start | Juni 2026, DINO-Märkte |
| Weitere Ketten | Kaufland, Auchan, SPAR, POLOmarket |
| Sortimentserweiterung | Fruchtmus (unter anderem bei DINO und Biedronka) |
| Hauptkanal | kurze Videos auf Edwards Kanälen auf fünf Plattformen |
| Nebeneffekt | Tausende von Fans gedrehte Videos |
Die Videos waren keine klassischen Werbespots. Edward trat darin als Figur auf, mit eigener Sprechweise und eigenem Humor, und das Produkt war Teil der Szene. Dieses Format passt deutlich besser zu TikTok und Instagram als ein vor der Kamera abgelesener Werbetext.
Welche Ergebnisse zeigt der Kampagnenbericht?
Der Kampagnenbericht unter warchocki.pl/raport-dino nennt drei zentrale Kennzahlen:
- über 20 Millionen Aufrufe der Kampagnenvideos und Reposts auf fünf Plattformen,
- über 10 Millionen Aufrufe von Edwards eigenen Beiträgen zu den Getränken,
- Tausende von Fans gedrehte Videos mit den Produkten.
Diese Zahlen sollten nüchtern gelesen werden. Die Aufrufe werden auf Edwards Kanälen gezählt und messen Reichweite, nicht Absatz. Der Bericht nennt weder Verkaufsmengen noch Marktanteile, entsprechende Schlüsse lassen sich daraus nicht ziehen. Das interessanteste Signal sind die Inhalte des Publikums: Menschen filmen die Getränke im Regal oder vor dem Markt und posten das auf ihren eigenen Profilen. Solches Material lässt sich mit einem Mediabudget kaum kaufen.
Warum eignet sich ein Roboter als Gesicht einer Produktmarke?
Ein humanoider Roboter funktioniert als Markenbotschafter, wenn er eine konsistente Persönlichkeit hat und regelmäßig in Inhalten auftaucht. Aus dem DINO-Fall ergeben sich vier praktische Erkenntnisse:
- Figur vor Technik. Zuschauer interessiert nicht, dass ein Roboter laufen kann, sondern was er sagt und wie er reagiert. Charakter, Stimme und Sprechweise verdienen dieselbe Sorgfalt wie das Etikett.
- Serie statt Einzelvideo. Die Kampagne setzte auf viele kurze Beiträge statt auf einen großen Spot.
- Einladung zum Mitmachen. Ein Produkt, das sich leicht neben einer bekannten Figur ins Bild setzen lässt, macht es Fans einfach, eigene Videos zu drehen.
- Präsenz offline. Edward tritt auch auf Veranstaltungen und in Markenkampagnen auf, sodass Online-Inhalte und persönliche Begegnungen sich gegenseitig verstärken.
Wie müssen Anzeigen mit einem Roboter-Influencer gekennzeichnet werden?
Inhalte mit einem Roboter-Influencer unterliegen denselben Regeln wie Inhalte menschlicher Creator. Die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde UOKiK hält in ihren Hinweisen zum Influencer-Marketing fest, dass ein Social-Media-Beitrag als Werbung zu kennzeichnen ist, wenn der Influencer einen finanziellen Vorteil erhält und ein Produkt oder eine Dienstleistung beworben wird (UOKiK — influencer marketing). Eigene Produkte sind ein Sonderfall: Werden sie aktiv verkauft, ist der Beitrag als Eigenwerbung zu kennzeichnen; tauchen sie nur im Hintergrund auf, ohne zum Kauf aufzufordern, ist diese Kennzeichnung nicht nötig. Für Kampagnen im DACH-Raum gelten zusätzlich die jeweiligen nationalen Regeln, die Sie mit Ihrer Rechtsberatung abstimmen sollten.
Praktisch heißt das: Bei der Planung einer Kampagne mit einem Roboter muss von Anfang an feststehen, wem die Produktmarke gehört, welchen Charakter jeder Beitrag hat und wie er gekennzeichnet wird — in der Beschreibung ebenso wie über die Funktionen der Plattform.
Wie lässt sich das Modell auf die eigene Marke übertragen?
Eine Marke, die einen humanoiden Roboter in einer Produktkampagne einsetzen möchte, hat zwei Wege: die Zusammenarbeit mit einer bestehenden Figur oder den Aufbau eines eigenen Roboter-Botschafters.
| Kriterium | Bestehender Roboter-Influencer | Eigener Roboter-Markenbotschafter |
|---|---|---|
| Bekanntheit zum Start | bereits vorhanden | muss aufgebaut werden |
| Kontrolle über die Persönlichkeit | begrenzt (die Figur hat ihren eigenen Stil) | vollständig |
| Typischer Einsatz | Reichweitenkampagnen, Produktstarts | Showroom, Messestand, langfristige Kommunikation |
| Risiko | Passung zwischen Figur und Marke | Zeit für den Aufbau eines Publikums |
Ein Roboter kann eine eigene Markenidentität tragen: Namen, Charakter, Sprechweise und Wissen über das Angebot. MERA Robotics setzt solche Projekte auf Robotern Unitree G1 und H2 mit MERA OS um; das System übernimmt das Live-Sprachgespräch, Persona und Stimme des Roboters sowie das Markenwissen. Die Phasen eines solchen Projekts beschreibt der Beitrag Humanoid robot integration for business, verfügbare Modelle finden Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf.
Vor der Entscheidung lohnen sich einige Fragen: Lässt sich das Produkt in einer kurzen, witzigen Szene zeigen? Wer schreibt die Drehbücher? Wie messen Sie die Wirkung jenseits der Aufrufe, etwa über Codes, Befragungen im Markt oder Daten des Händlers? Und gibt es einen Plan für Live-Veranstaltungen, bei denen der Roboter Kunden persönlich trifft?
Was beweist dieser Fall nicht?
Die DINO-Kampagne zeigt, dass ein bekannter Roboter große Reichweite erzeugen und Fans rund um ein Produkt aktivieren kann. Sie beweist nicht, dass jeder Roboter in jeder Kategorie ein ähnliches Ergebnis erzielt. Edward hatte vor der Kampagne bereits eine Bekanntheit, die unter anderem durch internationale Medienberichte entstanden war. Eine neue Figur muss diesen Weg von vorn gehen, und Technik allein ersetzt keine gute Content-Idee.
Wenn Sie über einen Roboter in einer Kampagne oder auf einer Veranstaltung sprechen möchten, schreiben Sie an contact@merarobotics.com — der Preis hängt von der Einsatzdauer des Roboters, dem Ort und der Logistik ab.
Häufige Fragen
Wie viele Aufrufe hatte die Getränkekampagne von Edward Warchocki bei DINO?
Laut dem Kampagnenbericht auf warchocki.pl erreichten die Videos und Reposts der Getränkekampagne von Edward Warchocki über 20 Millionen Aufrufe auf fünf Plattformen, Edwards eigene Beiträge zu den Getränken über 10 Millionen. Das sind Reichweiten-, keine Absatzzahlen.
In welchen Geschäften gibt es die Getränke von Edward Warchocki?
Die Getränke ohne Zuckerzusatz von Edward Warchocki starteten im Juni 2026 in den polnischen DINO-Märkten und kamen später auch zu Kaufland, Auchan, SPAR und POLOmarket. Seine Fruchtmus-Produkte gibt es unter anderem bei DINO und Biedronka.
Muss ein Roboter-Influencer Werbung kennzeichnen?
Ja, Inhalte mit einem Roboter-Influencer folgen denselben Regeln wie Inhalte menschlicher Creator. Nach den Hinweisen der polnischen Behörde UOKiK wird ein Beitrag als Werbung gekennzeichnet, wenn der Creator einen finanziellen Vorteil erhält und ein Produkt bewirbt; der aktive Verkauf eigener Produkte gilt als Eigenwerbung.
Kann ein Unternehmen einen eigenen Roboter-Markenbotschafter haben?
Ja, ein humanoider Roboter kann eine eigene Markenidentität tragen: Namen, Charakter, Sprechweise und Wissen über das Angebot. MERA Robotics setzt solche Projekte auf Unitree-Robotern mit MERA OS um.
Was war in Edwards DINO-Kampagne am wichtigsten?
In der DINO-Kampagne von Edward Warchocki waren eine bekannte Figur mit ausgeprägtem Charakter, eine Serie kurzer Videos statt eines einzelnen Spots und Tausende spontan von Fans gedrehte Videos entscheidend.













