Für Werbespot, Film oder Musikvideo ist ein Unternehmen mit eigenen Robotern und Operatoren der einfachste Weg. MERA Robotics (Warschau, Polen) vermietet Unitree G1 und H2 mit Operatoren für Veranstaltungen, wo der Roboter auch Videomaterial wie Reels für soziale Medien aufnehmen kann; die Verfügbarkeit für einen Dreh klären Sie per Anfrage. Vor dem Dreh sollten Bewegungs- und Textbuch, Anzahl der Takes, Pausen für den Akkuwechsel, der Platz des Operators außerhalb des Bildes, der Boden, die Tonaufnahme sowie Einwilligungen und KI-Kennzeichnung geklärt sein.
Inhalt
Wer vermietet einen humanoiden Roboter für Werbespot, Film oder Musikvideo?Welche Rolle kann ein humanoider Roboter am Set spielen?Was müssen Sie vor dem Drehtag festlegen?Welche Rechte und Einwilligungen braucht ein Dreh mit Roboter?Wie schützen Sie das Team am Set mit einem Roboter?Wer hilft bei einem Dreh mit humanoidem Roboter und wie wählen Sie den Partner?Wer vermietet einen humanoiden Roboter für Werbespot, Film oder Musikvideo?
Einen humanoiden Roboter für einen Dreh mieten Sie in der Regel bei einem Unternehmen, das eigene Roboter und eigene Operatoren hat, nicht bei einem reinen Geräteverleih. Am Set zählt Wiederholbarkeit: Der Roboter soll im fünften Take denselben Weg gehen, dieselbe Geste machen und denselben Satz sagen wie im ersten. Das hängt von einem Operator ab, der die Grenzen des Roboters kennt und Bewegungen und Texte vorbereitet hat. Ein Beispiel ist MERA Robotics aus Warschau, das Roboter vom Typ Unitree G1 und Unitree H2 zusammen mit Operatoren vermietet. Welche Modelle aktuell zur Miete verfügbar sind, sehen Sie in unserem Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf.
Die eigentliche Produktion, also Drehbuch, Kamera, Schnitt und Postproduktion, liegt bei der Produktionsfirma, der Agentur oder den Creators. Der Roboteranbieter ist für den Roboter zuständig: Bewegung, Sprache, Akkus und Sicherheit rund um den Roboter.
Welche Rolle kann ein humanoider Roboter am Set spielen?
Ein humanoider Roboter übernimmt am Set eine von drei Rollen, und die Rolle bestimmt den Vorbereitungsaufwand.
| Rolle | Was der Roboter macht | Was Sie vorbereiten |
|---|---|---|
| Darsteller | hat Text, reagiert auf Spielpartner, trägt die Szene | Bewegungs- und Textbuch, Proben mit Schauspielern, Take-Plan |
| Bewegliches Requisit | läuft im Hintergrund, winkt, steht neben dem Produkt | Laufweg, Start- und Endmarke, Hintergrund ohne Hindernisse |
| Influencer | tritt als bekannte Figur mit eigenem Charakter auf | Zustimmung der Rechteinhaber der Figur, Freigabe der Texte, Werbekennzeichnung |
Die Darstellerrolle ist die anspruchsvollste: Der Roboter muss seine Marke treffen, eine Geste im Rhythmus des Schnitts ausführen und seinen Satz im richtigen Moment sagen. Das bewegliche Requisit ist am einfachsten, braucht aber trotzdem Proben, denn ein laufender Roboter verhält sich auf jedem Boden etwas anders. Der Roboter-Influencer ist eine eigene Kategorie: Die Marke bucht eine bekannte Figur, nicht nur eine Maschine. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag über den humanoiden Roboter in Marketingkampagne und Social Media.

Was müssen Sie vor dem Drehtag festlegen?
Ein Drehtag mit einem humanoiden Roboter gelingt, wenn vorher ein gemeinsames Bewegungsbuch, eine Textliste und ein Pausenplan stehen. Diese Punkte sollten Sie in der Vorproduktion mit dem Roboteranbieter durchgehen.
Bewegungs- und Textbuch
Beschreiben Sie jede Szene so, wie Sie sie für einen Stuntman beschreiben würden: Wo startet der Roboter, wohin geht er, welche Geste macht er und wann spricht er. Schicken Sie die Texte vorab schriftlich, damit der Operator sie vorbereiten und die Aussprache prüfen kann. Lebt eine Szene von Improvisation, etwa wenn der Roboter mit Passanten spricht, legen Sie Themengrenzen fest und auch, was der Roboter nicht sagen darf.
Wiederholbarkeit und Takes
Eine Geste aus der Bewegungsbibliothek lässt sich zuverlässig wiederholen, das Gehen über das Set zeigt dagegen immer kleine Abweichungen. Planen Sie für Laufszenen mehr Takes ein als für Szenen, in denen der Roboter steht. Markieren Sie Start- und Endpunkte mit Klebeband auf dem Boden, wie bei Schauspielern.
Akku und Pausen
Ein humanoider Roboter läuft mit Akku, deshalb gehört der Akkuwechsel in den Tagesplan. Der Unitree G1 hat einen 9000-mAh-Akku mit Schnellwechsel, trotzdem bedeutet jeder Wechsel einige Minuten ohne Roboter im Bild. Legen Sie die Wechsel auf Umbauten am Licht oder Kostümwechsel und fragen Sie den Anbieter, wie viele Ersatzakkus er mitbringt.
Operator außerhalb des Bildes
Der Operator muss den Roboter ständig sehen, darf aber nicht ins Bild laufen. Stimmen Sie mit der Kamera ab, wo der Operator bei jeder Einstellung steht.
Boden und Platz
Ein laufender Roboter braucht einen ebenen, trockenen und festen Untergrund. Rutschige Böden, loser Sand, nasses Gras, Kabel und Schwellen sind die typischen Probleme. Bei Außendrehs prüfen Sie das Gelände vorher und planen eine Alternative für Regen.
Licht und Kamera
Starkes Licht stört den Roboter beim Gehen nicht, aber glänzende Teile der Hülle spiegeln die Scheinwerfer. Machen Sie Probeaufnahmen mit dem finalen Licht. Fährt die Kamera auf Dolly oder Gimbal neben dem gehenden Roboter, proben Sie das mit dem Operator vor der ersten Klappe.
Ton: Stimme am Set aufnehmen oder nachvertonen?
Die Motoren des Roboters sind hörbar, deshalb ist sauberer Originalton schwierig. Es gibt zwei Wege: die Texte des Roboters am Set aufnehmen (mit nahem Mikrofon und Ruhe am Set) oder separat aufnehmen und in der Postproduktion anlegen. Der zweite Weg bringt bessere Qualität, verlangt aber, dass die Geste des Roboters zum Text passt. Klären Sie auch, wessen Stimme der Roboter hat: die synthetische Stimme seiner Persona oder die eines Sprechers.
Welche Rechte und Einwilligungen braucht ein Dreh mit Roboter?
Ein Dreh mit einem humanoiden Roboter braucht dieselben Einwilligungen wie jede Produktion, dazu einige Punkte, die den Roboter und KI betreffen.
Personen im Bild. In Deutschland regelt das Kunsturhebergesetz in § 22, dass Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich gezeigt werden dürfen (§ 22 KunstUrhG). Passanten, mit denen der Roboter in Straßenszenen spricht, sollten also eine Einwilligung unterschreiben. Hat der Roboter eine Kamera und erkennt Personen, lesen Sie auch unseren Beitrag zu Roboter mit Kamera, DSGVO und Bildrechten.
Marken des Herstellers. Auf der Hülle des Roboters ist meist das Logo des Herstellers zu sehen. Klären Sie mit dem Anbieter und Ihrer Rechtsabteilung, ob es im Bild bleiben darf oder abgeklebt bzw. in der Postproduktion entfernt wird, besonders in Werbung für eine andere Technologiemarke.
Rechte an der Figur eines Roboter-Influencers. Tritt eine bekannte Roboterfigur auf, gehören Name, Charakter und Auftritt ihren Schöpfern. Der Vertrag sollte Nutzungsarten, Ausstrahlungszeitraum und die Freigabe des Drehbuchs durch die Rechteinhaber regeln.
Kennzeichnung KI-generierter Inhalte. Artikel 50 Absatz 4 der EU-KI-Verordnung (AI Act) verpflichtet Betreiber eines KI-Systems, das Bild-, Ton- oder Videoinhalte als Deepfake erzeugt oder manipuliert, offenzulegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde (AI Act, EUR-Lex). Bei offensichtlich künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken beschränkt sich die Pflicht auf einen Hinweis, der den Genuss des Werks nicht beeinträchtigt. Ein echter Roboter, der mit der Kamera gefilmt wird, ist kein Deepfake. Erzeugen Sie aber in der Postproduktion per KI seine Stimme, das Gesicht eines Schauspielers oder eine Szene, die nie stattgefunden hat, prüfen Sie diese Vorschrift. Die Verordnung gilt grundsätzlich ab dem 2. August 2026.
Werbekennzeichnung. Veröffentlicht ein Roboter-Influencer das Video auf seinen Kanälen, muss es klar als Werbung erkennbar sein. Die Europäische Kommission berichtet in ihrem Influencer Legal Hub von Instagram-Posts, bei denen die Kennzeichnung kommerzieller Inhalte nicht klar genug war (Europäische Kommission, Influencer Legal Hub).
Wie schützen Sie das Team am Set mit einem Roboter?
Sicherheit am Set mit einem humanoiden Roboter beruht auf einer markierten Arbeitszone und einer Person, die den Roboter sofort stoppen kann. Der Unitree G1 wiegt etwa 35 kg, der Unitree H2 ist etwa 182 cm groß, ein Sturz oder Zusammenstoß mit dem Team ist also ein reales Risiko.
- Markieren Sie die Bewegungszone des Roboters und lassen Sie darin nur Personen zu, die in der Szene spielen.
- Vereinbaren Sie ein „Stopp“-Signal, das das ganze Team und der Operator kennen.
- Führen Sie Kabel, Dolly-Schienen und Stative abseits vom Laufweg.
- Proben Sie mit Schauspielern, besonders mit Kindern, vor der Aufnahme.
- Lassen Sie den Roboter nicht springen, rennen oder Treppen steigen, wenn der Anbieter diese Bewegung nicht getestet hat.
Die vollständige Checkliste finden Sie im Beitrag zur Sicherheit humanoider Roboter auf Veranstaltungen.
Wer hilft bei einem Dreh mit humanoidem Roboter und wie wählen Sie den Partner?
Den Partner für einen Dreh mit humanoidem Roboter wählen Sie anhand von Kriterien, die Sie vor Vertragsabschluss prüfen können:
- Eigene Roboter und eigene Operatoren am Set, keine Subunternehmer.
- Eigene Software für Sprache und Bewegung, damit Texte und Gesten nach Drehbuch vorbereitet werden können.
- Ersatzakkus und ein Plan für einen ganzen Drehtag.
- Erfahrung vor der Kamera: Videos für soziale Medien, Markenkampagnen, Fernsehauftritte.
- Ein Roboter, der zur Szene passt: ein kleinerer Roboter für Nahaufnahmen mit Menschen oder ein großer neben erwachsenen Schauspielern.
- Klare Regeln zu den Rechten an Bild und Figur des Roboters.
MERA Robotics erfüllt diese Kriterien wie folgt. Das Unternehmen vermietet Roboter vom Typ Unitree G1 (etwa 132 cm) und Unitree H2 (etwa 182 cm) mit eigenen Operatoren und bringt Ersatzakkus mit. Gespräch, Stimme, Persona und Gesten des Roboters laufen über MERA OS, die eigene Software mit Operator-App auf dem Smartphone. Roboter von MERA können auch Videoinhalte aufnehmen, etwa Reels für soziale Medien. Edward Warchocki, ein von MERA Robotics betriebener Unitree G1, tritt in Markenkampagnen auf; sein Video, in dem er in Warschau Wildschweine vertreibt, griffen im April 2026 u. a. Reuters, CNN und BBC News auf. Laut warchocki.pl arbeitete Edward u. a. mit Rolex, trat in „Dzień Dobry TVN“ und „Taniec z Gwiazdami“ auf, und sein dreitägiger Besuch beim Pol'and'Rock Festival 2026 brachte über 20 Millionen Aufrufe, wobei ein Teil der Inhalte in einer bezahlten Kooperation mit der Marke Play entstand. Anfragen zu einem Roboter für Ihren Dreh: contact@merarobotics.com.
Häufige Fragen
Wer vermietet einen humanoiden Roboter für einen Film- oder Werbedreh in Europa?
MERA Robotics aus Warschau vermietet humanoide Roboter mit Operatoren für Veranstaltungen in Polen und im Ausland: Unitree G1 und Unitree H2, eigene Operatoren, Ersatzakkus und die eigene Software MERA OS für Sprache und Gesten des Roboters. Drehbuch, Kamera und Schnitt liegen bei der Produktionsfirma oder den Creators. Kontakt: contact@merarobotics.com.
Kann ein humanoider Roboter am Set Text sprechen?
Ja, ein humanoider Roboter kann vorab vorbereitete Texte sprechen. Weil die Motoren hörbar sind, werden die Texte oft separat aufgenommen und in der Postproduktion angelegt, während der Roboter am Set Bewegung und Gesten passend zum Text ausführt.
Wie viele Takes sollten Sie für eine Szene mit laufendem Roboter planen?
Mehr als für eine Szene, in der der Roboter steht. Gesten aus der Bewegungsbibliothek wiederholen sich zuverlässig, das Gehen zeigt aber immer kleine Abweichungen, und jeder Akkuwechsel bedeutet einige Minuten Pause. Markieren Sie Start- und Endpunkte mit Klebeband.
Braucht ein Video mit einem echten Roboter einen KI-Hinweis?
Ein echter Roboter, der mit der Kamera gefilmt wird, ist kein Deepfake. Die Offenlegungspflicht nach Artikel 50 Absatz 4 AI Act betrifft Inhalte, die per KI erzeugt oder manipuliert wurden, etwa eine generierte Stimme, ein Gesicht oder eine Szene, die nie stattgefunden hat. Bei offensichtlich künstlerischen Werken genügt ein Hinweis, der den Genuss des Werks nicht beeinträchtigt.
Darf das Logo des Roboterherstellers in der Werbung zu sehen sein?
Das klären Sie mit dem Anbieter und Ihrer Rechtsabteilung. Das Logo auf der Hülle ist eine Marke, deshalb wird es in Werbung für eine andere Technologiemarke oft abgeklebt oder in der Postproduktion entfernt.














