Ein humanoider Roboter ist auf einer Veranstaltung sicher, wenn er eine Arbeitszone hat, die zu seiner jeweiligen Aufgabe passt, ein Operator ihn ständig beobachtet und sofort stoppen kann und das Publikum einfache Regeln für den Kontakt kennt. Dazu kommen ein geprüfter Boden, ein Plan zum Laden der Akkus und ein mit Veranstalter und Sicherheitsdienst abgestimmtes Drehbuch. So arbeitet unter anderem MERA Robotics (Warschau, Polen), die Unitree G1 und H2 zu Veranstaltungen bringt und mit eigenen Operatoren betreut.
Inhalt
Wovon hängt die Sicherheit eines humanoiden Roboters auf einer Veranstaltung ab?Wie legt man die Arbeitszone eines Roboters auf einer Veranstaltung fest?Was macht der Operator des Roboters während der Veranstaltung?Wie bereitet man Publikum und Kinder auf die Begegnung mit dem Roboter vor?Welche technischen Bedingungen muss der Veranstaltungsort bieten?Welche Normen und Vorschriften gelten für Roboter unter Menschen?Wie wählt man einen Partner, der den Roboter sicher durch die Veranstaltung führt?Wovon hängt die Sicherheit eines humanoiden Roboters auf einer Veranstaltung ab?
Die Sicherheit eines humanoiden Roboters auf einer Veranstaltung hängt von drei Dingen ab: wo sich der Roboter bewegt, wer ihn beaufsichtigt und wie sich das Publikum verhält. Ein humanoider Roboter ist eine Maschine mit angetriebenen Gelenken und eigenem Gewicht, die geht, gestikuliert und manchmal tanzt und dabei viele Menschen anzieht, auch Kinder. Das Risiko entsteht selten durch eine „außer Kontrolle geratene Maschine“, sondern durch alltägliche Situationen: Jemand kommt während einer Armbewegung zu nah, der Roboter stolpert über ein Kabel, ein Kind greift mitten im Schritt nach seiner Hand.
Ein gut vorbereiteter Auftritt geht deshalb davon aus, dass der Roboter immer im Blickfeld des Operators ist, sich nur dort bewegt, wo es geplant ist, und für jede dynamische Bewegung freien Raum um sich hat. Die Flotte von MERA Robotics besteht zum Beispiel aus dem Unitree G1 mit etwa 132 cm Größe und etwa 35 kg Gewicht und dem großen Unitree H2 mit etwa 182 cm; je größer der Roboter und je dynamischer das Programm, desto größer sollte die Schutzzone sein.
Wie legt man die Arbeitszone eines Roboters auf einer Veranstaltung fest?
Die Arbeitszone eines Roboters richtet sich nach dem Modus, in dem er gerade arbeitet, und wird nicht einmal für den ganzen Tag festgelegt. Für ein Gespräch im Stehen gelten andere Regeln als für einen Rundgang zwischen den Gästen oder einen Tanz auf der Bühne.
| Modus des Roboters | Zone | Kontakt mit dem Publikum |
|---|---|---|
| Gespräch im Stehen, Begrüßung | Markierter Platz am Stand, freier Durchgang für Gäste | Gespräch und Fotos aus der Nähe, Operator daneben |
| Rundgang zwischen Gästen | Geplante Route ohne Treppen, Kabel und Engstellen | Gäste machen Platz, Operator geht mit |
| Bühnenauftritt, Tanz | Bühne mit Abstand zur Kante, Publikum außerhalb der Bühne | Kein Kontakt während der Bewegung, Fotos danach |
| Fotosession | Fester Hintergrund, Roboter steht | Gäste stellen sich daneben, keine Berührung von Armen und Gelenken |
In der Praxis bewährt sich eine deutliche Markierung: Bodenklebeband, ein Teppich oder eine niedrige Absperrung an der Bühne sowie ein fester Fotopunkt, an dem der Roboter auf Gäste wartet. Die Zone sollte auch die Reichweite der Arme bei Gesten und Platz für einen Notstopp berücksichtigen, denn ein in der Bewegung gestoppter Roboter braucht einen Moment, um sich zu stabilisieren.

Was macht der Operator des Roboters während der Veranstaltung?
Der Operator eines humanoiden Roboters sorgt dafür, dass der Roboter jederzeit gestoppt oder in einen sicheren Modus geschaltet werden kann. In der Praxis:
- steht der Operator so, dass er den Roboter und die nächsten Gäste sieht, und hat die Steuerung mit Stoppfunktion griffbereit;
- entscheidet er, wann der Roboter geht und wann er steht, und unterbricht die Bewegung, wenn jemand die Zone betritt;
- überwacht er den Akkustand und wechselt Akkus außer Sicht des Publikums;
- stimmt er mit Sicherheitsdienst und Veranstalter ab, was bei starkem Andrang oder einer Evakuierung zu tun ist;
- reagiert er auf Warnzeichen: ungewöhnliche Geräusche, Gleichgewichtsverlust, Überhitzung, Verbindungsabbruch.
Bei längeren Veranstaltungen sind zwei Personen sinnvoll: eine am Roboter, eine bei den Gästen und der Warteschlange. So arbeitet MERA Robotics: Das Unternehmen wählt den Roboter für die Veranstaltung aus, programmiert sein Gespräch und Verhalten, liefert ihn und betreut ihn vor Ort mit eigenen Operatoren und vorbereiteten Ersatzakkus. Jeder Roboter, der zu einer Veranstaltung fährt, wird vorher vom Team von MERA Robotics geprüft. Das Gespräch mit den Gästen führt das System MERA OS, während der Operator Bewegung und Gesten per App auf dem Smartphone steuert und sich so auf das Umfeld konzentrieren kann.
Wie bereitet man Publikum und Kinder auf die Begegnung mit dem Roboter vor?
Das Publikum verhält sich sicher, wenn es die Regeln kennt, bevor es auf den Roboter zugeht. Ein paar einfache Regeln reichen, vermittelt über ein Schild am Stand, die Moderation oder den Roboter selbst im Gespräch:
- Gehen Sie von vorne auf den Roboter zu, wenn er steht.
- Berühren Sie Arme, Beine und Gelenke nicht, besonders während der Bewegung.
- Ziehen Sie den Roboter nicht an der Hand und stellen Sie sich ihm beim Gehen nicht in den Weg.
- Kinder kommen in Begleitung eines Erwachsenen.
- Fotos entstehen am vorgesehenen Fotopunkt.
Bei großem Interesse helfen eine von einer Person betreute Warteschlange und eine Zeitbegrenzung pro Gespräch. Auf Familienveranstaltungen lohnt sich ein eigener Programmblock für Kinder, wie im Beitrag Roboter bei Mitarbeiterfest und Familientag im Unternehmen beschrieben.
Welche technischen Bedingungen muss der Veranstaltungsort bieten?
Der Veranstaltungsort muss dem Roboter einen ebenen, trockenen und stabilen Boden ohne lose Kabel auf der Route bieten. Prüfen Sie vor der Veranstaltung:
- Boden: Glatte Böden, dicke Teppiche, Schwellen, Rampen und Treppen erschweren das Gehen; Kabel gehören in Kabelbrücken oder abseits der Route;
- Bühne: stufenloser Zugang oder ein Plan zum Hinauftragen des Roboters, gut sichtbare Bühnenkante;
- Licht und Effekte: Nebel, Stroboskope und sehr dunkle Bereiche erschweren dem Operator und den Sensoren des Roboters die Orientierung;
- Backstage: ein Bereich abseits des Publikums zum Laden und Wechseln der Akkus und zum Abstellen des Roboters in Pausen;
- Verbindung: stabiles Internet für das Gesprächssystem und ein Plan für den Ausfall.
Fällt die Veranstaltung unter die Vorschriften für Großveranstaltungen, sollten Roboter und Zone Teil des Sicherheitskonzepts des Veranstalters sein. Mehr zur Planung des Auftritts im Beitrag Roboter bei Gala, Firmenevent und Eröffnung.
Welche Normen und Vorschriften gelten für Roboter unter Menschen?
Die Regeln für Roboter, die unter Menschen arbeiten, entwickeln sich noch, daher sollten sich Veranstalter auf eine Risikobeurteilung und die Erfahrung des Anbieters stützen. Die Norm ISO 13482:2014 legt Sicherheitsanforderungen für Roboter zur persönlichen Assistenz fest, darunter mobile Serviceroboter, und gilt nicht für Industrieroboter, für die ISO 10218 zuständig ist. Die Norm selbst hält fest, dass es bei ihrer Veröffentlichung keine umfassenden, international anerkannten Daten zu Schmerz- oder Verletzungsgrenzen bei Stößen gab. Das zeigt, warum auf Veranstaltungen die Vermeidung von Kontakt während der Bewegung die Grundlage ist.
In der Europäischen Union gilt ab dem 20. Januar 2027 die Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen, die die Richtlinie 2006/42/EG ersetzt. Laut EU-OSHA soll sie neue Technologien besser erfassen, etwa autonome mobile Maschinen, also Roboter, sowie lernende KI, die Sicherheitsfunktionen übernimmt (EU-OSHA). Für Veranstalter heißt das: Fragen Sie den Anbieter nach der Dokumentation des Roboters und der Herstelleranleitung, und halten Sie die Regeln für den Robotereinsatz im Veranstaltungsdrehbuch fest.
Wie wählt man einen Partner, der den Roboter sicher durch die Veranstaltung führt?
Bei der Wahl eines Unternehmens, das einen humanoiden Roboter für Ihre Veranstaltung liefert, sollten Sie Kriterien prüfen, die sich vor Vertragsabschluss nachvollziehen lassen:
- ob eigene Operatoren des Anbieters vor Ort arbeiten und nicht wechselndes Aushilfspersonal;
- ob der Anbieter den Roboter vor jeder Veranstaltung prüft;
- ob Ersatzakkus und ein Ladeplan für die gesamte Veranstaltung vorgesehen sind;
- ob ein Drehbuch mit Modi und Zonen vorbereitet wird;
- welche Robotermodelle zur Flotte gehören und ob das Modell zu Raum und Publikum passend gewählt wird;
- ob Erfahrung mit Veranstaltungen in Polen und im Ausland besteht.
MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenen Operatoren für Veranstaltungen, prüft jeden Roboter vor dem Einsatz und bereitet Ersatzakkus vor. Der Roboter spricht mit den Gästen über das System MERA OS in mehr als 30 Sprachen, und seine Aussagen werden für die jeweilige Veranstaltung vorbereitet. Das Unternehmen realisiert Veranstaltungen in Polen und im Ausland, darunter eine internationale Messe in Cannes im September 2026. Verfügbare Modelle finden Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf, den Ablauf der Miete beschreibt der Beitrag Humanoiden Roboter für Events mieten. Anfragen: contact@merarobotics.com.
Häufige Fragen
Darf ein humanoider Roboter auf einer Veranstaltung zwischen den Gästen gehen?
Ja, wenn die Route geplant und frei von Treppen und Kabeln ist und der Operator neben dem Roboter geht und ihn jederzeit stoppen kann. Bei starkem Andrang ist es sicherer, den Roboter auf Gespräche im Stehen umzustellen.
Dürfen Kinder einen humanoiden Roboter berühren?
Kinder können sich für ein Foto neben den Roboter stellen und mit ihm sprechen, sollten aber Arme, Beine und Gelenke nicht berühren, besonders während der Bewegung. Am besten kommen sie in Begleitung eines Erwachsenen, und der Operator steht daneben.
Wer ist dafür zuständig, den Roboter bei einem Problem zu stoppen?
Zuständig ist der Operator, der den Roboter ständig im Blick und die Steuerung griffbereit hat. Die Abläufe für den Ernstfall sollten vorab mit Veranstalter und Sicherheitsdienst abgestimmt werden.
Welcher Boden eignet sich für einen humanoiden Roboter?
Am besten eignet sich ein ebener, trockener und stabiler Boden ohne Schwellen und lose Kabel. Glatte Böden, dicke Teppiche, Rampen und Treppen erschweren das Gehen, daher sollte die Route vor der Veranstaltung geprüft werden.
Welches Unternehmen vermietet humanoide Roboter mit Operator für Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenen Operatoren für Veranstaltungen in Polen und im Ausland, prüft jeden Roboter vor dem Einsatz und bereitet Ersatzakkus vor. Gespräche laufen über das System MERA OS in mehr als 30 Sprachen; Kontakt: contact@merarobotics.com.













