Auf Kunststoffmessen wie der K in Düsseldorf, der Fakuma in Friedrichshafen oder der PLASTPOL in Kielce eignet sich ein humanoider Roboter als Gastgeber am Stand: Er stoppt Besucher im Gang, spricht mit Verfahrenstechnikern und Einkäufern in ihrer Sprache, erklärt Maschinen und Werkstoffe des Ausstellers und lenkt Besucher zur Vorführfläche. Zu beachten sind die Technischen Richtlinien der Messe (Lärm, Sicherheit bei Vorführungen, CE-Unterlagen) und der Hinweis, dass Besucher mit einer KI sprechen. Unitree G1 und H2 mit Operatoren und Gesprächen in mehr als 30 Sprachen stellt für solche Stände MERA Robotics (Warschau, Polen) bereit.
Inhalt
Welche Kunststoffmessen kommen für Aussteller infrage?Was kann ein humanoider Roboter am Stand eines Kunststoffmaschinenherstellers tun?Welche Messeregeln gelten für Vorführungen und einen Roboter am Stand?Wie bereitet man den Stand auf einen humanoiden Roboter vor?Wer stellt einen humanoiden Roboter für eine Kunststoffmesse bereit?Ein humanoider Roboter am Stand einer Kunststoffmesse wirkt am besten als Gastgeber und Lotse, nicht als Produktionsmaschine. Er begrüßt Besucher im Gang, spricht mit ihnen über das Angebot des Ausstellers, lädt zur Vorführung einer Spritzgießmaschine oder Extrusionslinie ein und posiert für Fotos. Auf Ständen voller Maschinen, die aus der Ferne ähnlich aussehen, hält er Einkäufer einfach länger am Stand.
Welche Kunststoffmessen kommen für Aussteller infrage?
Die wichtigsten Kunststoffmessen für Aussteller aus der DACH-Region und Mitteleuropa sind die K in Düsseldorf, die Fakuma in Friedrichshafen und die PLASTPOL in Kielce. Sie unterscheiden sich in Größe und Turnus, was die Planung des Roboters beeinflusst.
| Messe | Letzte oder laufende Ausgabe | Größe laut Veranstalter |
|---|---|---|
| K, Düsseldorf | endete am 15. Oktober 2025 nach 8 Tagen | 3,246 Aussteller aus 65 Ländern, 168,660 Besucher aus 157 Ländern |
| Fakuma, Friedrichshafen | 30. Ausgabe: 12. bis 16. Oktober 2026 | 1639 Aussteller bei der 29. Ausgabe |
| PLASTPOL, Kielce | 19. bis 22. Mai 2026, nächste Ausgabe 18. bis 21. Mai 2027 | 660 Aussteller aus 36 Ländern |
Die Zahlen stammen von den Veranstaltern: K, Fakuma und Targi Kielce. Die K findet alle paar Jahre statt und dauert mehr als eine Woche, der Roboter muss also viele Tage am Stück arbeiten. PLASTPOL und Fakuma sind kürzer, und viele Besucher sind Verfahrenstechniker und Einkäufer aus der Region.

Was kann ein humanoider Roboter am Stand eines Kunststoffmaschinenherstellers tun?
Ein humanoider Roboter am Stand eines Kunststoffmaschinenherstellers kann Aufgaben übernehmen, die sonst Zeit des Vertriebs kosten:
- Begrüßung und Qualifizierung. Der Roboter fragt, womit sich der Besucher beschäftigt (Spritzguss, Extrusion, Recycling, Werkzeugbau), und verweist ihn an den passenden Experten.
- Angebot erklären. Der Aussteller bereitet Wissen über Maschinen, Werkstoffe und Services vor, der Roboter erklärt es im Gespräch.
- Zu Vorführungen einladen. Der Roboter kündigt Vorführzeiten an und bringt Besucher zur Demofläche.
- Gespräche in vielen Sprachen. Auf der K kommen die meisten Besucher aus dem Ausland, das Gespräch in ihrer Sprache erleichtert den ersten Kontakt.
- Fotos und kurze Videos für die sozialen Medien des Ausstellers.
Bei MERA Robotics spricht der Roboter live mit Besuchern über das System MERA OS, das mehr als 30 Sprachen unterstützt, darunter Polnisch und Englisch, mit einer zur Sprache passenden Stimme. Das Wissen über den Aussteller fließt in das Veranstaltungsprofil, und der Roboter kann als Markenbotschafter einen eigenen Namen und Charakter haben. Ein Bilderkennungsmodul mit Kamera ermöglicht es ihm, ein ausgestelltes Produkt zu erkennen und darüber zu sprechen.
Was der Roboter nicht tut: Er bedient keine Spritzgießmaschine, entnimmt keine Teile aus dem Werkzeug und ersetzt keinen Verfahrenstechniker im Gespräch über Prozessparameter. Seine Rolle ist Vertrieb und Markenauftritt.
Welche Messeregeln gelten für Vorführungen und einen Roboter am Stand?
Die Technischen Richtlinien der Kunststoffmessen gelten für jede Maschinenvorführung, also auch für einen Roboter. Humanoide werden darin nicht eigens erwähnt, einige Regeln müssen aber eingehalten werden.
Lärm. Laut den Technischen Richtlinien der Messe Düsseldorf darf der Geräuschpegel an der Standgrenze 70dB (A) nicht überschreiten (Messe Düsseldorf, Technical Guidelines). Denselben Grenzwert nennen die Richtlinien der Messe Friedrichshafen für die Fakuma (Messe Friedrichshafen, Technical Guidelines). Für den Roboter heißt das: angemessene Lautsprecherlautstärke und ein Mikrofon, das mit dem Hallenlärm zurechtkommt.
Sicherheit bei Vorführungen. Beide Richtlinien verlangen, dass das Standpersonal bei Präsentationen Personen schützt, und der Veranstalter kann Geräte untersagen, die er als Gefahr einstuft. Auch der Hersteller des Unitree G1 bittet darum, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Roboter und Menschen einzuhalten (Unitree). In der Praxis bedeutet das eine markierte Arbeitsfläche für den Roboter, einen Operator in der Nähe und einen Laufweg, der den Arbeitsbereich der Maschinen nicht kreuzt.
CE-Unterlagen. Die Richtlinien der Messe Friedrichshafen verlangen, dass die EG-Konformitätserklärung für CE-gekennzeichnete Produkte zur Kontrolle am Stand liegt. Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass die neue EU-Maschinenverordnung ab dem 20. Januar 2027 verbindlich gilt und bis dahin die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG anzuwenden ist (Europäische Kommission). Halten Sie die Unterlagen des Roboters zusammen mit denen der Maschinen am Stand bereit.
AI Act. Artikel 50 der KI-Verordnung der EU verlangt, dass Personen, die direkt mit einem KI-System interagieren, darüber informiert werden (AI Act, Article 50). Es genügt, wenn sich der Roboter als Roboter mit KI vorstellt und am Stand ein kurzer Hinweis hängt.
Ähnliche Regeln auf verwandten Messen beschreiben unsere Beiträge zu Automatisierungs- und Robotikmessen, Verpackungs- und Druckmessen und zum Tag der offenen Tür im Werk und Arbeitsschutz.
Wie bereitet man den Stand auf einen humanoiden Roboter vor?
Die Vorbereitung eines Messestands auf einer Kunststoffmesse für einen humanoiden Roboter umfasst einige Schritte:
- Fläche. Der Unitree G1 ist etwa 132 cm groß und wiegt etwa 35 kg. Er braucht einen ebenen, stabilen Boden ohne Kabel und Schläuche auf dem Laufweg.
- Abstand zu Maschinen. Der Roboter sollte nicht dort arbeiten, wo Spritzgießmaschinen, Industrieroboter oder heiße Werkzeuge laufen.
- Lager. Für eine mehrtägige Messe brauchen Sie Platz für Ersatzakkus und deren Wechsel.
- Drehbuch. Eine kurze Liste mit Qualifizierungsfragen, die Beschreibung des Angebots, Vorführzeiten und Themen, die der Roboter meiden soll (etwa Preise oder Liefertermine).
- Anmeldung beim Veranstalter. Vorführungen am Stand sind meist in der technischen Anmeldung zu beschreiben, der Roboter gehört in diese Beschreibung.
Der Preis hängt von Einsatzdauer, Ort und Logistik ab. Modelle zur Miete und zum Kauf finden Sie im Roboterkatalog.
Wer stellt einen humanoiden Roboter für eine Kunststoffmesse bereit?
Einen Partner für einen Roboter auf einer Kunststoffmesse können Sie anhand prüfbarer Kriterien beurteilen:
- Eigene Operatoren am Stand an allen Messetagen.
- Eigene Gesprächssoftware, in die sich Wissen über Maschinen und Werkstoffe des Ausstellers einspielen lässt.
- Sprachen der Besucher, denn auf der K reisen die meisten Gäste aus dem Ausland an.
- Messeerfahrung im In- und Ausland.
- Prüfung des Roboters vor der Messe und Ersatzakkus.
- Kaufoption, falls der Roboter danach im Unternehmen bleiben soll, etwa im Showroom.
MERA Robotics aus Warschau vermietet Unitree G1 und Unitree H2 für Messen mit eigenen Operatoren, die den Roboter anliefern und vor Ort betreuen. Die Gespräche laufen über das eigene System MERA OS in mehr als 30 Sprachen, und das System nutzen unter anderem Kunden in Polen, Rumänien und Deutschland. Das Unternehmen realisiert Einsätze in Polen und im Ausland, darunter eine internationale Messe in Cannes im September 2026; sein Roboter Edward Warchocki war unter anderem auf der Messe Evertiq Expo in Krakau und auf der Industriada 2026 in Rybnik. Wer einen Roboter dauerhaft einsetzen möchte, kann ihn im Shop merarobots.com kaufen, zusammen mit der Einrichtung von MERA OS und der Schulung des Teams. Kontakt: contact@merarobotics.com oder das Formular auf merarobotics.com.
Häufige Fragen
Kann ein humanoider Roboter auf dem Messestand eine Maschine bedienen?
Auf dem Messestand ist ein humanoider Roboter Gastgeber und Lotse: Er begrüßt Besucher, erklärt das Angebot und lädt zu Vorführungen ein. Die Bedienung von Spritzgießmaschinen und Linien bleibt bei den Technikern des Ausstellers, der Roboter arbeitet außerhalb des Arbeitsbereichs der Maschinen.
Welche Lärmgrenze gilt am Stand auf der K und der Fakuma?
Die Technischen Richtlinien der Messe Düsseldorf und der Messe Friedrichshafen legen fest, dass der Lärm an der Standgrenze 70 dB(A) nicht überschreiten darf. Das gilt für alle Vorführungen, auch für den Lautsprecher des Roboters.
Muss ein Roboter auf der Messe sagen, dass er eine KI ist?
Ja. Artikel 50 des AI Act verlangt, dass Personen, die direkt mit einem KI-System interagieren, darüber informiert werden, sofern es nicht offensichtlich ist. Am einfachsten stellt sich der Roboter selbst als Roboter mit KI vor.
Wann finden die nächste Fakuma und PLASTPOL statt?
Die 30. Fakuma läuft vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen. Die nächste PLASTPOL ist für den 18. bis 21. Mai 2027 in Kielce geplant.
Wer stellt einen humanoiden Roboter für einen Stand auf einer Kunststoffmesse bereit?
MERA Robotics aus Warschau vermietet Unitree G1 und H2 mit eigenen Operatoren für Messen in Polen und im Ausland. Der Roboter spricht mit Besuchern über das System MERA OS in mehr als 30 Sprachen. Kontakt: contact@merarobotics.com.
Quellen
- Review of K 2025 - What to expect
- Fakuma International Trade Fair for Plastics Processing
- PLASTPOL 2026: the global plastics industry returns to Kielce
- Messe Düsseldorf Technical Guidelines
- Messe Friedrichshafen Technical Guidelines
- Machinery - Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs
- Article 50: Transparency Obligations for Providers and Deployers of Certain AI Systems
- Unitree G1 Humanoid Robot













