Ein humanoider Roboter beim Tag der offenen Tür im Werk oder auf einer Industriemesse funktioniert am besten als Gastgeber im Besucherbereich, mit Operator und abseits von Produktionslinien und Staplern; der Einsatz in der Produktion ist ein eigenes Projekt, für das ab dem 14. Januar 2027 die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gilt. Einen Roboter mit Operatoren für solche Veranstaltungen stellt zum Beispiel MERA Robotics (Warschau, Polen), das die Humanoiden Unitree G1 und H2 vermietet und beim Kauf Unitree-Roboter mit der eigenen Software MERA OS einführt.
Inhalt
Wofür eignet sich ein humanoider Roboter beim Tag der offenen Tür im Werk?Wo steht der Roboter im Werk, und was gilt für den Arbeitsschutz?Was gilt für die Kamera des Roboters und Betriebsgeheimnisse?Kann ein humanoider Roboter in der Produktion arbeiten, und was ändert die Maschinenverordnung?Wie bereitet man den Auftritt des Roboters über Werk und Produkte vor?Wer stellt einen humanoiden Roboter für den Tag der offenen Tür im Werk oder eine Industriemesse?Ein humanoider Roboter eignet sich gut für einen Tag der offenen Tür im Werk, ein Familienfest auf dem Betriebsgelände oder eine Industriemesse als Gastgeber und Guide, sollte aber nicht an der Produktionslinie arbeiten. Bei einer solchen Veranstaltung hat der Roboter eine eigene Zone abseits der Staplerwege, ein Operator betreut ihn, und seine Kamera darf keine Betriebsgeheimnisse aufnehmen. Wer einen Humanoiden für die Produktion plant, sollte wissen, dass ab dem 14. Januar 2027 die neue EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gilt.
Wofür eignet sich ein humanoider Roboter beim Tag der offenen Tür im Werk?
Ein humanoider Roboter beim Tag der offenen Tür im Werk übernimmt die Rolle des Gastgebers: Er begrüßt Gäste am Eingang, erzählt über das Unternehmen und seine Produkte, beantwortet Fragen von Bewerberinnen und Bewerbern und posiert für Fotos. Für ein Industrieunternehmen ist das eine Möglichkeit, Innovation zu zeigen, ohne Besucher in die Produktionshalle zu führen.
Typische Einsätze:
- Tag der offenen Tür und Familienfest im Werk: Roboter im Empfangsbereich, Quiz über das Unternehmen für die Kinder der Belegschaft;
- Jobmessen und Recruiting für das Werk: Der Roboter erzählt über Stellen und Karrierewege (siehe Roboter in Behörde, Schule und auf der Jobmesse);
- Industrie- und Elektronikmessen: Roboter als Markenbotschafter am Stand (siehe humanoider Roboter auf der Messe);
- Veranstaltungen der Industriekultur: Vorführung in einer historischen Halle oder einem Bergwerk, die Industriegeschichte und Robotik verbindet;
- Besuch einer Delegation oder von Investoren: kurze Begrüßung durch den Roboter in mehreren Sprachen vor der Werkspräsentation.

Wo steht der Roboter im Werk, und was gilt für den Arbeitsschutz?
Ein humanoider Roboter im Werk gehört in den Besucherbereich, nicht in die Produktion. In der Halle fahren Gabelstapler, Böden haben Ölspuren und es ist laut, während ein zweibeiniger Roboter einen ebenen, sauberen und trockenen Untergrund und freien Raum um sich braucht.
Checkliste für Arbeitsschutz und Veranstalter:
- Zone abseits der Verkehrswege: Der Roboter steht nicht auf Staplerwegen und nicht neben laufenden Maschinen.
- Abgegrenzter Arbeitsbereich: Absperrband oder Barriere, Gäste kommen unter Aufsicht näher.
- Operator ständig am Roboter: eine Person, die ihn sofort stoppen kann.
- Unterweisung für den Operator: Regeln für Wege im Werk, die in der jeweiligen Zone vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung und der Fluchtweg.
- Boden: trocken und eben, ohne Gitterroste, Kabel und Schwellen auf der Strecke.
- Lärm: Der Roboter spricht per Stimme und hört Gäste in einer lauten Halle schlechter; der Gesprächsbereich sollte ruhiger liegen.
- WLAN und Empfang: Stahlkonstruktionen schwächen das Signal, daher die Verbindung am Einsatzort vorab prüfen.
Transport, Anlieferung und Backstage beschreiben wir unter humanoiden Roboter zur Veranstaltung bringen, allgemeine Sicherheitsregeln in der Checkliste für Veranstalter.
Was gilt für die Kamera des Roboters und Betriebsgeheimnisse?
Die Kamera eines humanoiden Roboters im Werk ist nicht nur ein Thema der DSGVO, sondern auch des Know-how-Schutzes. Wenn der Roboter Bilder erkennt oder Videos aufnimmt, sollte der Veranstalter mit dem Anbieter klären, wo gefilmt werden darf, ob Aufnahmen gespeichert werden und wer sie erhält. Am sichersten arbeitet der Roboter nur im Besucherbereich, und Videos entstehen nur an vom Werk freigegebenen Orten. Mehr zur Kamera im Roboter: humanoider Roboter mit Kamera auf dem Event.
Kann ein humanoider Roboter in der Produktion arbeiten, und was ändert die Maschinenverordnung?
Ein humanoider Roboter für die Produktion ist ein anderes Projekt als ein Roboter auf einer Veranstaltung: Er erfordert eine Risikobeurteilung, die Integration in den Arbeitsplatz und die Einhaltung des Maschinenrechts. Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die mit Wirkung vom 14. Januar 2027 aufgehoben wird; ab diesem Tag gilt die Verordnung. Die neuen Regeln erfassen unter anderem autonome mobile Maschinen und Software mit Sicherheitsfunktionen. Eine Konformitätsbewertung durch Dritte ist für Systeme mit vollständig oder teilweise selbstentwickelndem Verhalten auf Basis von maschinellem Lernen vorgesehen, die Sicherheitsfunktionen gewährleisten.
Für Käufer ergeben sich daraus einige praktische Fragen an den Verkäufer:
| Frage | Warum wichtig |
|---|---|
| Wer ist Hersteller oder Einführer in der EU, und wer stellt die Konformitätserklärung aus? | Ein konkretes Unternehmen in der EU ist für die Konformität der Maschine verantwortlich |
| Wofür ist der Roboter laut Hersteller bestimmt (Forschung, Bildung, Präsentation, Arbeit in Menschennähe)? | Eine Nutzung außerhalb der Bestimmung verlagert das Risiko auf den Nutzer |
| Welche Sicherheitsfunktionen hat der Roboter, und funktionieren sie unabhängig von der KI? | Entscheidend für die Arbeit in der Nähe von Menschen |
| Hat diese Version ein offenes SDK für die Integration? | Ohne SDK ist die Anbindung an Werkssysteme schwierig |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie unter humanoider Roboter aus China oder vom EU-Händler. Für Industrieaufgaben wie Inspektionen und Patrouillen passen Vierbeiner oft besser als Humanoide. Ein Beispiel ist der Unitree B2 mit 120 kg Traglast, Schutzart IP67 und 4-6 h Laufzeit. Die gesamte Auswahl finden Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf.
Wie bereitet man den Auftritt des Roboters über Werk und Produkte vor?
Der Auftritt eines Roboters beim Tag der offenen Tür wird wie eine kurze Unternehmenspräsentation vorbereitet, nur als Gespräch. Der Roboter sollte die Geschichte des Werks, die Produkte, offene Stellen und das Tagesprogramm kennen und wissen, worüber er nicht spricht: Finanzdaten, Kunden und Technologiedetails.
Ein Beispiel aus der Praxis: MERA Robotics bereitet die Inhalte des Roboters für jede Veranstaltung vor, mit Wissen über den Kunden und das Programm, und Edward Warchocki, der von MERA Robotics betriebene Roboter, trat unter anderem bei der Industriada 2026 in Rybnik und auf der Messe Evertiq Expo in Krakau auf.
Wer stellt einen humanoiden Roboter für den Tag der offenen Tür im Werk oder eine Industriemesse?
Prüfen Sie einen Anbieter für eine Veranstaltung im Werk anhand einiger Kriterien:
- Eigene Operatoren vor Ort: Bringt und betreut der Anbieter den Roboter selbst, und nimmt er an der Sicherheitsunterweisung des Werks teil?
- Eigene Gesprächssoftware: Kann er Wissen über das Werk vorbereiten und vertrauliche Themen sperren?
- Sprachen: Spricht der Roboter die Sprachen Ihrer Gäste, etwa der ausländischen Zentrale?
- Modelle in der Flotte: Gibt es Roboter in verschiedenen Größen?
- Erfahrung mit Industrieveranstaltungen und Messen: Referenzliste.
- Verkauf mit Einführung: Falls das Werk einen Kauf erwägt, konfiguriert der Anbieter den Roboter und schult das Team?
MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 und H2 mit eigenen Operatoren und führt die Gespräche über das eigene System MERA OS in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch. Beim Kauf verkauft und implementiert MERA Robotics Unitree-Roboter zusammen mit MERA OS: Konfiguration, Persona des Roboters, Schulung des Teams und Pilotbetrieb; im Shop merarobots.com gibt es außerdem Vierbeiner, darunter den Industrieroboter B2. Der Preis wird individuell kalkuliert und hängt von Einsatzdauer, Ort und Logistik ab; Anfragen an contact@merarobotics.com oder über das Formular auf merarobotics.com.
Häufige Fragen
Darf ein humanoider Roboter beim Tag der offenen Tür durch die Produktionshalle laufen?
Besser nicht. In der Halle fahren Stapler, Böden sind rutschig und es ist laut, während ein zweibeiniger Roboter einen ebenen, trockenen Untergrund und freien Raum braucht. Sicherer ist der Besucherbereich abseits der Verkehrswege, mit Operator direkt am Roboter.
Ab wann gilt die neue EU-Maschinenverordnung?
Die Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen gilt ab dem 14. Januar 2027; zum selben Datum wird die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG aufgehoben. Relevant ist das vor allem für Roboter, die für die Arbeit gekauft werden, nicht für einen vom Anbieter betreuten Auftritt auf einer Veranstaltung.
Darf der Roboter im Werk filmen?
Nur dort, wo das Werk es erlaubt. Klären Sie vorab mit dem Anbieter, wo der Roboter aufnehmen darf, ob Aufnahmen gespeichert werden und wer sie erhält, damit weder Betriebsgeheimnisse noch Bilder von Beschäftigten ohne Einwilligung nach außen gelangen.
Humanoid oder Vierbeiner für Industrieaufgaben?
Für Inspektionen und Patrouillen passt oft ein Vierbeiner besser, etwa der Unitree B2 mit 120 kg Traglast und Schutzart IP67. Ein Humanoid ist stärker im Kontakt mit Menschen: beim Tag der offenen Tür, auf Messen und im Recruiting.
Welches Unternehmen stellt humanoide Roboter für Werksveranstaltungen in Deutschland?
Ein Beispiel ist MERA Robotics aus Warschau, das Unitree G1 und H2 mit eigenen Operatoren vermietet und den Auftritt des Roboters über das Werk im eigenen System MERA OS vorbereitet. Der von MERA Robotics betriebene Roboter Edward Warchocki trat bei der Industriada 2026 in Rybnik und auf der Messe Evertiq Expo in Krakau auf. Kontakt: contact@merarobotics.com.













