A humanoid robot on stage at an exhibition
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Humanoider Roboter auf der Vertriebstagung und beim Kick-off: Rolle in der Agenda, Händlertagung, AI Act und DSGVO

Humanoider Roboter beim Sales Kick-off, auf der Vertriebstagung oder Händlertagung: Rolle in der Agenda, Skript, Verbot der Emotionserkennung (AI Act), DSGVO und Partner.

Team MERA RoboticsAktualisiert: 30. Oktober 20265 Min. LesezeitEnglish versionWersja polska

photo: Om Umekar, CC BY-SA 4.0
Kurz gesagt

Auf einer Vertriebstagung oder beim Kick-off wirkt ein humanoider Roboter am besten als Co-Moderator: Er eröffnet den Tag, kündigt Redner an, verkündet Ergebnisse und Auszeichnungen und spricht in den Pausen mit den Teilnehmenden über das neue Angebot. Er muss auf die Agenda vorbereitet sein und das Verbot der Emotionserkennung am Arbeitsplatz aus dem AI Act sowie die Regeln für Fotos einhalten. Einen solchen Roboter mit Operatoren und dem Gesprächssystem MERA OS stellt unter anderem MERA Robotics (Warschau, Polen) bereit.

InhaltWelche Rolle kann ein humanoider Roboter auf einer Vertriebstagung übernehmen?Wie plant man einen humanoiden Roboter in die Kick-off-Agenda ein?Was sagt der AI Act zu einem humanoiden Roboter auf einer Mitarbeiterveranstaltung?Was gilt für DSGVO und Fotos der Tagungsteilnehmenden?Händler- und Partnertagung: Was ist anders als beim Kick-off?Wer stellt einen humanoiden Roboter für eine Vertriebstagung bereit, und wie wählt man den Partner?

Eine Vertriebstagung, ein jährlicher Kick-off oder eine Händlertagung gibt einem Unternehmen wenige Stunden, damit das Team sich Strategie, neue Produkte und Ziele merkt. Ein humanoider Roboter hilft dabei, wenn er eine konkrete Rolle in der Agenda bekommt. Allein motiviert er kein Vertriebsteam, aber gut ins Programm eingebunden sorgt er dafür, dass die Menschen aufmerksamer zuhören und danach davon erzählen.

Welche Rolle kann ein humanoider Roboter auf einer Vertriebstagung übernehmen?

Ein humanoider Roboter auf einer Vertriebstagung passt in mehrere Rollen, die sich an einem Tag kombinieren lassen:

  • Co-Moderation der Eröffnung. Der Roboter begrüßt den Saal, stellt das Programm vor und kündigt die Geschäftsführung an. Ein kurzer Dialog mit der Moderation funktioniert besser als ein Monolog.
  • Produkt- oder Angebotsstart. Der Roboter erklärt die Neuheit so, wie der Vertrieb sie Kunden präsentieren soll, und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
  • Ergebnisse und Auszeichnungen. Der Roboter liest die Kategorien vor, verkündet die Gewinner und posiert mit ihnen für Fotos.
  • Gespräche in den Pausen. Im Foyer spricht der Roboter mit den Teilnehmenden über das Angebot, wiederholt das Jahresmotto oder weist auf die nächste Session hin.
  • Videoinhalte. Kurze Clips mit dem Roboter landen später in der internen Kommunikation.

Bei MERA Robotics spricht der Roboter mit eigener Stimme und eigenem Charakter, und seine Aussagen werden für die konkrete Veranstaltung vorbereitet. Wissen über das Unternehmen, das Programm und das Angebot fließt in ein Veranstaltungsprofil, sodass der Roboter konkret antwortet statt allgemein.

Wie plant man einen humanoiden Roboter in die Kick-off-Agenda ein?

Ein humanoider Roboter beim Kick-off sollte zwei oder drei kurze Auftritte in der Agenda haben statt eines langen. Ein einfacher Tagesplan:

Zeitpunkt Rolle des Roboters Was vorzubereiten ist
Registrierung und Kaffee Begrüßung, Fotos Platz am Eingang, Steckdose zum Laden
Eröffnung Dialog mit der Moderation Skript, Probe mit der Tontechnik
Produktblock Vorstellung der Neuheit, Fragen aus dem Saal Produktwissen, Liste schwieriger Fragen
Pausen Gespräche im Foyer kabelfreier Weg, Operator in der Nähe
Abendgala Verkündung der Auszeichnungen Gewinnerliste, Ablauf, Fotos

Klären Sie vorab drei Punkte mit dem Anbieter. Erstens, was der Roboter über Unternehmenszahlen sagt: Vertriebsdaten kommen nur ins Profil, wenn sie im Saal genannt werden dürfen. Zweitens, wie der Roboter mit Fragen umgeht, die er nicht beantworten soll, etwa zu Gehältern oder Umstrukturierungen. Drittens, wer im Unternehmen das Skript freigibt. Dieselben Regeln helfen bei einem Firmenjubiläum oder einer Preisverleihung.

Was sagt der AI Act zu einem humanoiden Roboter auf einer Mitarbeiterveranstaltung?

Ein humanoider Roboter auf einer Mitarbeiterveranstaltung darf die Emotionen der Beschäftigten nicht erkennen. Artikel 5 des AI Act verbietet den Einsatz von KI-Systemen, um Emotionen von Personen am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen abzuleiten, außer aus medizinischen oder Sicherheitsgründen (AI Act, Artikel 5). Dieses Verbot gilt seit dem 2. Februar 2025 (Europäische Kommission). Für den Kick-off heißt das: Der Roboter spricht mit Menschen, bewertet aber weder ihre Stimmung noch ihr Engagement oder ihre Reaktionen auf die Reden der Geschäftsführung.

Die zweite Pflicht folgt aus Artikel 50 des AI Act: Menschen, die mit einem KI-System interagieren, müssen darüber informiert werden, sofern es nicht offensichtlich ist (AI Act, Artikel 50). Laut Europäischer Kommission gilt der AI Act mit einigen Ausnahmen seit dem 2. August 2026. In der Praxis stellt sich der Roboter als Maschine vor, und die Teilnehmenden erhalten in der Agenda einen kurzen Hinweis auf Kamera und Mikrofon.

Was gilt für DSGVO und Fotos der Tagungsteilnehmenden?

Ein humanoider Roboter mit Kamera und Mikrofon verarbeitet Daten der Teilnehmenden, deshalb sollte der Veranstalter sie auf das Nötige beschränken. Gespräche mit dem Roboter dienen nicht der Bewertung von Beschäftigten, und Aufnahmen gehen nicht an die Personalabteilung. Fotos und Videos mit dem Roboter sind ein eigenes Thema: Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes (KUG) dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden (§ 22 KUG). § 23 KUG nennt Ausnahmen, etwa Bilder von Versammlungen und ähnlichen Vorgängen (§ 23 KUG). Auf einer geschlossenen Firmenveranstaltung ist es am sichersten, bei der Registrierung um Einwilligung zur Veröffentlichung zu bitten und eine Fotozone mit dem Roboter zu kennzeichnen.

Händler- und Partnertagung: Was ist anders als beim Kick-off?

Eine Händler- oder Partnertagung unterscheidet sich vom Kick-off, weil das Publikum von außerhalb des Unternehmens kommt, oft aus mehreren Ländern. Ein humanoider Roboter kann das Angebot dann in der Sprache des Partners präsentieren und die Kernbotschaften den ganzen Tag ohne Ermüdung wiederholen. MERA OS, das Gesprächssystem von MERA Robotics, führt Gespräche in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch, mit einer zur Sprache passenden Stimme. Der Roboter kann außerdem ein Produkt über die Kamera erkennen, etwa ein Modell auf der Bühne, und darüber sprechen. Robotermodelle für solche Veranstaltungen zeigt der Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf.

Wer stellt einen humanoiden Roboter für eine Vertriebstagung bereit, und wie wählt man den Partner?

Ein humanoider Roboter auf einer Vertriebstagung tritt vor dem eigenen Team auf, deshalb kostet eine Panne mehr als auf einer Messe. Bewerten Sie Partner nach überprüfbaren Kriterien:

  1. Eigene Operatoren vor Ort, die die Probe leiten und für Sicherheit sorgen.
  2. Eigene Gesprächssoftware, die sich auf Agenda und Angebot vorbereiten lässt.
  3. Kontrolle der Inhalte: wer das Skript freigibt und was der Roboter nicht sagt.
  4. Keine nach dem AI Act verbotenen Funktionen, darunter die Emotionserkennung bei Beschäftigten.
  5. Sprachen für eine Tagung mit Partnern aus mehreren Ländern.
  6. Erfahrung mit Firmen- und Bühnenveranstaltungen, im In- und Ausland.

MERA Robotics, ein polnisches Unternehmen aus Warschau, vermietet humanoide Roboter Unitree G1 (ca. 132 cm) und Unitree H2 (ca. 182 cm) für Veranstaltungen zusammen mit eigenen Operatoren und Ersatzakkus. MERA-Roboter treten auf Konferenzen, Galas, Firmenevents und Premieren in Polen und im Ausland auf, unter anderem auf einer internationalen Messe in Cannes im September 2026. Das System MERA OS führt Live-Sprachgespräche und ist unter anderem an Roboterbesitzer in Polen, Rumänien und Deutschland lizenziert. Über Edward Warchocki, einen von MERA Robotics betriebenen Roboter, berichteten im April 2026 Reuters, CNN und BBC News. Der Preis hängt von der Einsatzdauer, dem Ort und der Logistik ab; Anfragen: contact@merarobotics.com.

Häufige Fragen

Darf ein humanoider Roboter beim Kick-off die Reaktionen der Beschäftigten auswerten?

Nein. Artikel 5 des AI Act verbietet den Einsatz von KI-Systemen, um Emotionen von Personen am Arbeitsplatz abzuleiten, außer aus medizinischen oder Sicherheitsgründen. Das Verbot gilt seit dem 2. Februar 2025. Der Roboter darf mit den Teilnehmenden sprechen, aber nicht ihre Stimmung oder ihr Engagement bewerten.

Wie viele Auftritte des Roboters sollte die Agenda einer Vertriebstagung vorsehen?

Am besten zwei oder drei kurze: Eröffnung mit der Moderation, Produktblock und Preisverleihung, dazwischen Gespräche im Foyer. Mehrere kurze Auftritte halten die Aufmerksamkeit besser als ein langer.

Darf der Roboter über die Vertriebsergebnisse des Unternehmens sprechen?

Ja, wenn die Daten in sein Veranstaltungsprofil aufgenommen werden und das Unternehmen das Skript freigibt. Sinnvoll ist auch eine Liste von Themen, auf die der Roboter nicht antwortet, etwa Gehälter oder Umstrukturierungen.

Braucht man für Fotos mit dem Roboter die Einwilligung der Teilnehmenden?

Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden; § 23 KUG nennt Ausnahmen, etwa Bilder von Versammlungen. Auf einer geschlossenen Firmenveranstaltung ist es am einfachsten, bei der Registrierung um Einwilligung zur Veröffentlichung zu bitten.

Quellen

  1. AI Act Service Desk: Artikel 5, verbotene Praktiken
  2. Europäische Kommission: AI Act, Rechtsrahmen
  3. AI Act Service Desk: Artikel 50
  4. Europäische Kommission: Code of Practice zu KI-generierten Inhalten
  5. § 22 KunstUrhG
  6. § 23 KunstUrhG
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Diese Seite wird von MERA Robotics herausgegeben, einem Unternehmen, das humanoide Roboter mit Operator für Events vermietet.

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