Vor der Ankunft eines humanoiden Roboters sollte der Veranstalter Anlieferung und Entladen, Aufbauzeiten, den Lastenaufzug, Treppen und Schwellen auf dem Weg zur Bühne, Bodenbeläge sowie einen Backstage-Bereich mit Steckdose und Netzwerk prüfen. Laut Herstellerdokumentation steigt der Unitree G1 im aktuellen Gehmodus keine Treppen, und Lithium-Ionen-Akkus werden nach ADR (Straße) und IATA (Luftfracht) transportiert. MERA Robotics (Warschau, Polen) liefert Unitree G1 und H2 zu Veranstaltungen in Polen und im Ausland und betreut sie mit eigenen Operatoren.
Inhalt
Was muss der Veranstalter in der Location prüfen, bevor ein humanoider Roboter ankommt?Wie plant man den Weg des Roboters von der Laderampe zur Bühne?Was braucht ein humanoider Roboter im Backstage und am Einsatzort?Wie werden die Lithium-Ionen-Akkus eines Roboters auf der Straße und per Flugzeug transportiert?Checkliste für Veranstalter: was, bei wem und wann prüfen?Wer hilft beim Transport, Einbringen und Betrieb eines humanoiden Roboters auf der Veranstaltung?Was muss der Veranstalter in der Location prüfen, bevor ein humanoider Roboter ankommt?
Ein humanoider Roboter kommt zur Veranstaltung wie Bühnentechnik, nicht wie ein Gast: Er braucht eine Anlieferung, einen barrierefreien Weg zum Einsatzort, einen Backstage-Bereich für Akkus und Pausen sowie Strom und Netzwerk. Die meisten Probleme am Veranstaltungstag entstehen durch Punkte, die sich vorab mit einem Anruf bei der technischen Leitung der Location hätten klären lassen.
Bevor Sie den Zeitplan festlegen, sollten Sie von der Location Folgendes erfragen:
- Anlieferung: Adresse der Laderampe oder Warenanlieferung, Einfahrtshöhe der Tiefgarage, ob ein Transporter zum Entladen direkt am Eingang halten darf und ob das Kennzeichen vorab gemeldet werden muss.
- Aufbauzeiten: das Zeitfenster für den Aufbau (oft anders als die Veranstaltungszeiten), Betriebszeiten des Lastenaufzugs und des Sicherheitsdienstes, Regeln für den Abbau.
- Lastenaufzug: Maße von Kabine und Tür, Tragfähigkeit, ob Personal der Location den Aufzug bedient und ob er reserviert werden muss.
- Weg von der Rampe zur Bühne: Treppen, Schwellen, Rampen, schmale Türen, Sicherheitsschleusen, Teppiche und Kabel auf dem Boden.
- Backstage: ein abschließbarer Raum nahe der Bühne oder des Messestands, in dem die Operatoren Akkus wechseln und der Roboter außerhalb der Sicht der Gäste pausieren kann.
- Strom und Netzwerk: eine Steckdose im Backstage und am Einsatzort sowie WLAN oder ein Netzwerkkabel.
Auf Messen legt die technische Richtlinie des Messeveranstalters einige dieser Punkte fest. Mehr dazu im Beitrag Humanoider Roboter auf der Messe: so organisieren Sie den Einsatz und das muss der Aussteller bereitstellen.
Wie plant man den Weg des Roboters von der Laderampe zur Bühne?
Den Weg eines humanoiden Roboters vom Fahrzeug bis zur Bühne gehen Sie am besten selbst ab oder lassen sich von der Location einen Grundriss und Fotos jedes Abschnitts schicken. Auf jedem Abschnitt läuft der Roboter entweder selbst oder wird gerollt oder getragen, und Sie sollten vorher wissen, was wo gilt.
Maße: Türen, Aufzüge und Technikgänge
Ob der Roboter durch Türen und in einen Aufzug passt, hängt von seiner Größe ab und beim Transport zusätzlich von den Maßen der Transportkiste oder des Rollwagens. Der Unitree G1 ist etwa 132 cm groß und wiegt etwa 35 kg. Der Unitree H2 ist etwa 182 cm groß, daher sollten Sie bei ihm Türhöhen, Stürze an Technikeingängen und die Aufzugskabine genau prüfen. Die Maße der Transportverpackung nennt der Anbieter, die Aufzugsdaten die Location. Gleichen Sie beides vor dem Aufbautag ab, nicht erst an der Rampe.
Kann ein humanoider Roboter Treppen steigen?
Gehen Sie nicht davon aus, dass ein humanoider Roboter Treppen steigt, nur weil Sie das in einem Demovideo gesehen haben. In der Dokumentation zum Unitree G1 schreibt der Hersteller, dass der aktuelle Gehmodus des Roboters kein Treppensteigen umfasst, und bittet darum, den Roboter nicht eigenständig Treppen steigen zu lassen, da er sonst beschädigt werden kann. Liegen zwischen Rampe und Bühne Treppen und gibt es keinen Aufzug, brauchen Sie einen Plan zum Tragen des Roboters und die Bestätigung des Anbieters, dass das sicher möglich ist. Bei anderen Modellen sollten Sie den Anbieter nach der offiziellen Aussage des Herstellers fragen, statt sich auf Videos aus dem Netz zu verlassen.
Schwellen, Bodenbeläge und Bühnenzugang
Schwellen, Kabelbrücken, glatte Böden, dicke Teppiche und steile Rampen sind die Stellen, an denen der Gang eines Roboters unsicherer wird. Fragen Sie, ob Kabel auf dem Weg und auf der Bühne mit Kabelbrücken abgedeckt werden und ob die Bühne einen stufenlosen Zugang hat, etwa eine Rampe oder eine Hebebühne. Soll der Roboter auf der Bühne stehen, prüfen Sie auch, wie nah die Bühnenkante ist und ob der Zugang gut beleuchtet ist.

Was braucht ein humanoider Roboter im Backstage und am Einsatzort?
Ein humanoider Roboter läuft mit Akku und braucht deshalb Pausen und einen Platz zum Akkuwechsel. Der Unitree G1 hat einen Akku mit 9000 mAh und Schnellwechsel, was Pausen verkürzt, aber keinen Backstage-Bereich ersetzt. Der Veranstalter sollte Folgendes bereitstellen:
- einen abschließbaren Raum oder abgetrennten Backstage-Bereich nahe dem Einsatzort, mit einem Tisch für Akkus und Ausrüstung;
- eine Steckdose im Backstage zum Laden der Akkus;
- ein stabiles Netzwerk: Ein Roboter, der live mit Gästen spricht, nutzt in der Regel das Internet, und das Gäste-WLAN ist oft überlastet, daher ist ein eigenes Netz oder ein Kabel sicherer;
- einen Platz für den Operator mit Blick auf Roboter und Publikum;
- Zeit für eine Probe vor Ort, bevor Gäste eingelassen werden.
Netzwerk und technische Richtlinien im Ausland behandeln wir im Beitrag Humanoider Roboter am Messestand: technische Richtlinien, WLAN, Sprachen und Logistik, den Einsatzbereich und den Abstand zum Publikum unter Sicherheit humanoider Roboter auf Veranstaltungen.
Wie werden die Lithium-Ionen-Akkus eines Roboters auf der Straße und per Flugzeug transportiert?
Lithium-Ionen-Akkus gelten im Transport als Gefahrgut, deshalb gelten je nach Verkehrsträger eigene Vorschriften. Für den vorschriftsmäßigen Versand sind der Roboteranbieter und sein Spediteur verantwortlich, aber der Veranstalter sollte die Einschränkungen kennen, weil sie Liefertermin und Transportweg beeinflussen, besonders im Ausland.
Straßentransport. In der Europäischen Union regelt die Richtlinie 2008/68/EG die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, der Schiene und auf Binnenwasserstraßen innerhalb der Mitgliedstaaten und zwischen ihnen, einschließlich Be- und Entladen; für die Straße verweist sie auf das ADR. Einstufung der Akkus, Verpackung und Beförderungspapiere übernimmt der Anbieter oder Spediteur.
Lufttransport. Nach den aktuellen IATA-Leitlinien werden einzeln verpackte Lithium-Ionen-Akkus ohne Gerät als Fracht mit einem Ladezustand von höchstens 30 % der Nennkapazität versendet. Solche Akkus dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Behörden nicht in Passagierflugzeugen befördert werden. Auch im Passagiergepäck gibt es Grenzen: Laut der Zivilluftfahrtbehörde von Hongkong sind tragbare elektronische Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus über 160 Wh verboten. Ein Roboter mit seinen Akkus ist also kein normales Gepäckstück.
Fragen Sie den Anbieter bei einer Veranstaltung im Ausland, ob der Roboter per Straße oder als Luftfracht reist und wie viel Vorlauf dafür nötig ist. Außerhalb der EU kommen Zollformalitäten hinzu, die wir unter Humanoider Roboter bei einer Veranstaltung außerhalb der EU: Carnet ATA, Zoll und Akkutransport beschreiben.
Checkliste für Veranstalter: was, bei wem und wann prüfen?
| Was prüfen | Bei wem | Wann | Warum |
|---|---|---|---|
| Anlieferung, Rampe, Einfahrtshöhe, Halteplatz zum Entladen | Location-Management | bei der Zeitplanung | der Transporter muss nah am Eingang halten |
| Auf- und Abbauzeiten | Location-Management, Sicherheitsdienst | bei der Zeitplanung | der Roboter ist vor den Gästen im Haus |
| Lastenaufzug: Maße, Tragfähigkeit, Bedienung | technische Leitung | vor der Begehung | Größe von Roboter und Verpackung |
| Treppen, Schwellen und Rampen auf dem Weg | Begehung oder Fotos | vor Festlegung des Einsatzorts | der Unitree G1 steigt laut Hersteller im aktuellen Gehmodus keine Treppen |
| Bodenbelag, Kabel, Bühnenzugang | Bühnentechnik | bei der Bühnenplanung | sicherer Gang und sicherer Zugang |
| Backstage mit Steckdose | Veranstalter | bei der Raumplanung | Akkuwechsel und Pausen |
| WLAN oder Netzwerkkabel | IT der Location | vor der Probe vor Ort | Live-Gespräche mit Gästen |
| Akkutransport | Roboteranbieter | bei der Buchung | ADR- und IATA-Vorschriften |
Schicken Sie die ausgefüllte Tabelle zusammen mit dem Grundriss an den Roboteranbieter. Ein guter Anbieter fragt fehlende Punkte von sich aus nach.
Wer hilft beim Transport, Einbringen und Betrieb eines humanoiden Roboters auf der Veranstaltung?
Prüfen Sie bei der Wahl eines Partners für den Robotereinsatz, ob das Unternehmen:
- den Roboter selbst anliefert und eigene Operatoren vor Ort hat, statt nur Technik per Kurier zu verschicken;
- Ersatzakkus und einen auf das Programm abgestimmten Pausenplan hat;
- nach dem Weg von der Rampe zur Bühne fragt und die Bewegungsgrenzen seiner Modelle kennt, etwa auf Treppen;
- Erfahrung mit Veranstaltungen im Ausland hat, wo Transport und Vorschriften anspruchsvoller sind;
- den Roboter vor jedem Einsatz prüft;
- eine eigene Gesprächssoftware hat und die benötigten Sprachen unterstützt.
MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 und Unitree H2 für Veranstaltungen, liefert sie an und betreut sie vor Ort mit eigenen Operatoren, in Polen und im Ausland; zu den Einsätzen im Ausland gehört eine internationale Messe in Cannes im September 2026. Der Roboter läuft mit Akku, Ersatzakkus sind vorbereitet. MERA Robotics prüft jeden Roboter, bevor er zu einer Veranstaltung geht, und die Gespräche laufen über das eigene System MERA OS in mehr als 30 Sprachen. Der Preis hängt von der Einsatzdauer, dem Ort und der Logistik ab. Anfragen: contact@merarobotics.com.
Eine Übersicht verfügbarer Modelle finden Sie im Katalog Roboter zur Miete und zum Kauf.
Häufige Fragen
Passt ein humanoider Roboter in einen Personenaufzug?
Das hängt von den Maßen von Kabine und Tür ab und davon, ob der Roboter in einer Kiste oder auf einem Rollwagen transportiert wird. Der Unitree G1 ist etwa 132 cm groß, der Unitree H2 etwa 182 cm, daher sollten Sie beim H2 Tür- und Kabinenhöhe besonders prüfen. Die Maße der Verpackung nennt der Anbieter, die Aufzugsdaten die technische Leitung der Location.
Kann der Unitree G1 selbst die Treppe zur Bühne hochgehen?
Planen Sie das nicht ein. In der Dokumentation zum Unitree G1 schreibt der Hersteller, dass der aktuelle Gehmodus kein Treppensteigen umfasst, und warnt vor Schäden am Roboter. Die Bühne sollte eine Rampe oder Hebebühne haben, der Weg von der Rampe einen Aufzug oder einen mit dem Anbieter abgestimmten Tragplan.
Welchen Backstage-Bereich braucht ein humanoider Roboter?
Einen abschließbaren Raum oder abgetrennten Backstage-Bereich nahe dem Einsatzort, mit Steckdose zum Laden der Akkus und einem Tisch für die Ausrüstung. Dazu ein stabiles Netzwerk für den Roboter, ein Platz für den Operator mit Blick auf Roboter und Gäste sowie Zeit für eine Probe vor dem Einlass.
Dürfen Roboterakkus als normales Gepäck ins Flugzeug?
Nein. Laut der Zivilluftfahrtbehörde von Hongkong sind tragbare elektronische Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus über 160 Wh im Gepäck verboten, und nach den IATA-Leitlinien werden einzeln verpackte Lithium-Ionen-Akkus als Fracht mit höchstens 30 % Ladung versendet und dürfen ohne Genehmigung nicht in Passagierflugzeugen fliegen. Den Transportweg legt der Roboteranbieter fest.
Wer liefert humanoide Roboter zu Veranstaltungen in Polen und im Ausland?
MERA Robotics aus Warschau vermietet die Roboter Unitree G1 und Unitree H2 für Veranstaltungen, liefert sie an und betreut sie vor Ort mit eigenen Operatoren, in Polen und im Ausland, unter anderem auf einer internationalen Messe in Cannes im September 2026. Der Preis hängt von der Einsatzdauer, dem Ort und der Logistik ab; Anfragen: contact@merarobotics.com.
Quellen
- G1 Developer: Remote Control (Unitree Robotics documentation)
- IATA Guidance Document for Lithium Batteries and Sodium ion Batteries
- Packing Tips for Air Passenger: Provisions for Dangerous Goods (Civil Aviation Department, Hong Kong)
- Directive 2008/68/EC on the inland transport of dangerous goods (EUR-Lex)













