A robot show on a trade show stage (Japan Mobility Show 2025)
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Humanoider Roboter auf Jobmessen und HR-Messen (Zukunft Personal Europe): Employer Branding, AI Act im Recruiting und Anbieter

Humanoider Roboter am Arbeitgeberstand auf Jobmessen und HR-Messen: Gespräche über das Unternehmen, Übergabe an Recruiter, Grenzen von AI Act und DSGVO.

Team MERA RoboticsAktualisiert: 13. Oktober 20266 Min. LesezeitWersja polskaEnglish version

photo: RuinDig/Yuki Uchida, CC BY 4.0
Kurz gesagt

Ein humanoider Roboter auf einer Jobmesse oder einer HR-Messe wie der Zukunft Personal Europe in Köln lockt Bewerberinnen und Bewerber an den Stand, erzählt vom Unternehmen und den Stellen und leitet an die Recruiter weiter. Er sollte Kandidaten weder bewerten noch vorsortieren, denn KI-Systeme für Einstellung und Auswahl stuft der AI Act als hochriskant ein. Unitree G1 und H2 mit eigenem Bedienpersonal für Jobmessen in Polen und im Ausland stellt unter anderem MERA Robotics (Warschau) bereit.

InhaltWas kann ein humanoider Roboter am Arbeitgeberstand?Was darf ein Roboter auf der Jobmesse nach dem AI Act nicht tun?Was gilt für DSGVO, Kamera und Bewerberdaten?Wie sieht die Zukunft Personal Europe aus?Wie messen Sie, ob sich der Roboter am Arbeitgeberstand gelohnt hat?Wie bereiten Sie den Roboter Schritt für Schritt auf eine Jobmesse vor?Wer stellt einen Roboter für die Jobmesse bereit, und wie wählen Sie den Partner?

Auf einer Jobmesse werben Dutzende Arbeitgeber um dieselben Studierenden und Fachkräfte, und die Stände sehen sich ähnlich: Roll-up, Flyer, eine Schale mit Give-aways. Ein humanoider Roboter gibt Besuchern einen Grund, stehen zu bleiben, und beginnt ein Gespräch, das viele Bewerber von sich aus nicht anfangen würden. Sie sollten aber wissen, wo Employer Branding endet und wo Recruiting im Sinne des AI Act beginnt.

Was kann ein humanoider Roboter am Arbeitgeberstand?

Ein humanoider Roboter am Arbeitgeberstand ist am stärksten als Gastgeber, der das Gespräch eröffnet und dann an einen Menschen übergibt:

  • begrüßt Besucher und fragt, was sie suchen: ein Praktikum, den Berufseinstieg, einen Branchenwechsel,
  • erzählt vom Unternehmen: was es macht, welche Abteilungen es gibt, wie ein Arbeitstag aussieht, welche Traineeprogramme laufen,
  • beantwortet typische Fragen zu Standorten, Arbeitsmodell oder den Schritten im Bewerbungsprozess, auf Basis des Wissens, das das Unternehmen selbst vorbereitet hat,
  • bittet zu den Recruitern und zur passenden Ansprechperson aus dem gefragten Team,
  • posiert für Fotos und nimmt kurze Videos auf für die Karrierekanäle,
  • tritt zu festen Zeiten auf, etwa mit der Ankündigung eines Vortrags auf der Standbühne.

MERA Robotics erstellt für jede Veranstaltung ein Profil mit Wissen über den Kunden, sein Angebot und das Programm, sodass der Roboter über einen konkreten Arbeitgeber spricht und nicht in Allgemeinplätzen. Der Roboter kann zudem eine eigene Identität der Arbeitgebermarke bekommen: Namen, Sprechweise und Wissen über das Unternehmen.

Was darf ein Roboter auf der Jobmesse nach dem AI Act nicht tun?

Ein Roboter auf einer Jobmesse sollte Bewerber nicht bewerten, vergleichen oder vorsortieren. Anhang III des AI Act nennt als Hochrisiko-Systeme unter anderem KI-Systeme für die Einstellung oder Auswahl von Personen, insbesondere zum Analysieren und Filtern von Bewerbungen und zur Bewertung von Bewerbern (AI Act, Anhang III). Die Europäische Kommission nennt als Beispiel Software, die Lebensläufe im Recruiting sortiert (Europäische Kommission).

In der Praxis heißt das eine klare Rollenverteilung:

Aufgabe am Stand Wer übernimmt sie
Begrüßung, Gespräch über das Unternehmen, Fragen zur Arbeit humanoider Roboter
Einladung zum Gespräch mit dem Recruiting humanoider Roboter
Lebenslauf entgegennehmen, Interview, Bewertung Recruiter (Mensch)
Entscheidung über die nächste Runde Recruiter (Mensch)

Die zweite Pflicht betrifft die Transparenz. Laut Europäischer Kommission sollen Menschen, die KI-Systeme wie Chatbots nutzen, wissen, dass sie mit einer Maschine sprechen, und die Transparenzregeln des AI Act gelten ab August 2026. Ein Schild am Stand und ein Satz des Roboters zu Beginn des Gesprächs genügen.

Was gilt für DSGVO, Kamera und Bewerberdaten?

Ein Roboter auf der Jobmesse sollte keine Bewerberdaten erfassen. Namen, Kontaktdaten und Lebensläufe nimmt ein Recruiter oder das Formular des Unternehmens mit eigener Datenschutzinformation entgegen. Der Roboter hat eine Kamera; klären Sie deshalb vor der Messe, ob das Bilderkennungsmodul gebraucht wird (etwa um ein Produkt in der Ausstellung zu erkennen) oder abgeschaltet bleibt. Hängen Sie am Stand einen Hinweis auf Videoaufnahmen und den Verantwortlichen für die Daten aus. Details stehen in unserem Artikel über einen humanoiden Roboter mit Kamera auf Events, DSGVO und AI Act.

Wie sieht die Zukunft Personal Europe aus?

Die Zukunft Personal Europe ist die Messe der HR-Branche in Köln. Laut Veranstalter findet die nächste Ausgabe vom 14. bis 16. September 2027 in der Koelnmesse statt, mit einem Bühnenprogramm von über 700 Sessions und über 600 Ausstellern, Partnern und Sponsoren aus dem HR-Bereich (Zukunft Personal Europe). Dort stellen vor allem Anbieter von HR-Dienstleistungen und HR-Software aus. Ein Roboter kann deshalb zwei Rollen übernehmen: Besucher an den Stand eines Anbieters holen oder zeigen, wie ein Gespräch mit einem Roboter in der Praxis abläuft, einschließlich der Grenzen, die der AI Act dem Recruiting setzt.

Auf Karrieremessen an Hochschulen ist die Lage anders: Aussteller sind Arbeitgeber, Besucher sind Studierende. Hier arbeitet der Roboter vor allem für die Arbeitgebermarke und lädt zu Gesprächen mit dem Recruiting ein. Eine ähnliche Rolle spielt er auf Bildungsmessen, die wir im Artikel über humanoide Roboter auf der didacta, der Bett und in Schulen beschreiben.

Wie messen Sie, ob sich der Roboter am Arbeitgeberstand gelohnt hat?

Den Effekt eines Roboters auf der Jobmesse messen Sie am besten an dem, was nach dem Gespräch mit dem Roboter passiert, nicht an der Zahl der Fotos. Legen Sie vor der Messe mit dem Recruiting-Team einige einfache Kennzahlen fest: wie viele Personen der Roboter an Recruiter übergeben hat, wie viele davon ihre Daten im Formular des Unternehmens hinterlassen haben, wie viele über den QR-Code am Stand die Karriereseite besucht haben und wie viele Aufrufe die Videos mit dem Roboter erzielt haben. Vergleichen Sie diese Werte mit der letzten Messe ohne Roboter. Notieren Sie außerdem die Fragen, die Bewerber dem Roboter am häufigsten stellen: Sie sind fertiges Material für die FAQ der Karriereseite und für Stellenanzeigen.

Wie bereiten Sie den Roboter Schritt für Schritt auf eine Jobmesse vor?

  1. Ziel: mehr Gespräche mit dem Recruiting, Videos für Karrierekanäle oder ein Technologie-Showcase.
  2. Wissen: Unternehmensbeschreibung, Abteilungen, Traineeprogramme, Standorte, Arbeitsmodell und eine Liste von Themen, über die der Roboter nicht spricht (zum Beispiel Gehälter, wenn das Unternehmen sie nicht veröffentlicht).
  3. Grenzen: Der Roboter bewertet keine Bewerber und erfasst keine Daten.
  4. Sprachen: auf Messen in Deutschland Deutsch und Englisch, an polnischen Hochschulen Polnisch und Englisch für internationale Studierende.
  5. Zeitplan: Schichten des Recruitings, Auftritte, Pausen für den Akkuwechsel; mehr dazu im Artikel über die Akkulaufzeit humanoider Roboter auf Veranstaltungen.
  6. Probe: Gesprächstest im Hallenlärm und Test der Aussprache des Firmennamens.

Wer stellt einen Roboter für die Jobmesse bereit, und wie wählen Sie den Partner?

Prüfen Sie bei der Wahl eines Anbieters für einen Roboter auf einer Jobmesse oder HR-Messe, ob er:

  1. eigenes Bedienpersonal hat, das die ganze Zeit beim Roboter ist,
  2. das Gespräch für einen konkreten Arbeitgeber programmiert und Themengrenzen festlegen kann,
  3. viele Sprachen unterstützt,
  4. mehrere Robotermodelle hat und das Modell zum Stand passend wählt,
  5. Erfahrung mit Messen im In- und Ausland hat,
  6. den Roboter vor dem Einsatz prüft und Ersatzakkus mitbringt.

MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 (ca. 132 cm) und Unitree H2 (ca. 182 cm) mit Bedienpersonal für Konferenzen, Messen und Jobmessen in Polen und im Ausland, unter anderem für die internationale Messe in Cannes im September 2026, und betreut sie vor Ort mit eigenem Personal. Das System MERA OS führt Gespräche in mehr als 30 Sprachen, darunter Polnisch und Englisch, mit einer zur Sprache passenden Stimme. Jeder Roboter wird geprüft, bevor er zu einer Veranstaltung fährt, und der Preis hängt von der Einsatzdauer, dem Ort und der Logistik ab. Modelle vergleichen Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf; Anfragen an contact@merarobotics.com.

Häufige Fragen

Kann ein humanoider Roboter auf der Jobmesse ein Bewerbungsgespräch führen?

Er sollte es nicht. Der AI Act stuft KI-Systeme für Einstellung und Auswahl, einschließlich der Bewertung von Bewerbern, als hochriskant ein. Auf der Jobmesse eröffnet der Roboter das Gespräch und erzählt vom Unternehmen, Interview und Bewertung übernimmt das Recruiting.

Darf der Roboter am Arbeitgeberstand Lebensläufe einsammeln?

Besser nicht. Lebensläufe und Kontaktdaten nimmt ein Recruiter oder das Formular des Unternehmens mit DSGVO-Datenschutzinformation entgegen. Der Roboter lädt zum Gespräch mit dem Recruiting ein und beantwortet Fragen zur Arbeit im Unternehmen.

Wann findet die Zukunft Personal Europe 2027 statt?

Laut Veranstalter findet die Zukunft Personal Europe 2027 vom 14. bis 16. September 2027 in der Koelnmesse in Köln statt, mit über 700 Sessions und über 600 Ausstellern, Partnern und Sponsoren aus dem HR-Bereich.

Müssen Besucher wissen, dass sie mit einer KI sprechen?

Ja. Die Europäische Kommission betont, dass Menschen, die KI-Systeme wie Chatbots nutzen, wissen sollen, dass sie mit einer Maschine sprechen; die Transparenzregeln des AI Act gelten ab August 2026. Ein Schild am Stand und ein Satz des Roboters zu Beginn genügen.

Welches Unternehmen vermietet einen humanoiden Roboter mit Bedienpersonal für eine Jobmesse?

MERA Robotics aus Warschau vermietet Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenem Bedienpersonal für Konferenzen, Messen und Jobmessen in Polen und im Ausland. Das System MERA OS führt Gespräche in mehr als 30 Sprachen, und der Roboter erhält Wissen über den konkreten Arbeitgeber. Kontakt: contact@merarobotics.com.

Quellen

  1. AI Act, Annex III: High-Risk AI Systems
  2. European Commission: AI Act
  3. Zukunft Personal Europe: Visit
Angebot

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MERA Robotics

Ein Roboter, der mit Ihren Gästen spricht

01

Roboter mit Betreuung

Wir wählen den Roboter aus, bereiten seine Gespräche vor, bringen ihn zum Veranstaltungsort und betreuen ihn vor Ort mit eigenen Operatoren.

02

Über 30 Sprachen

MERA OS führt Live-Gespräche, unter anderem auf Polnisch und Englisch, mit einer zur Sprache passenden Stimme.

03

Mieten oder kaufen

G1 und H2 vermieten wir mit Operator; Humanoide, Vierbeiner und Industrieroboter von Unitree verkaufen wir im Shop merarobots.com.

04

Das Gesicht Ihrer Marke

Der Roboter kann einen eigenen Namen, Charakter und Wissen über Ihr Angebot haben – als Markenbotschafter am Messestand oder im Showroom.

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