Ein humanoider Roboter kann live in einer Fernsehsendung, auf einer Pressekonferenz oder in einem Videointerview sprechen, wenn Themen und Grenzen des Gesprächs mit der Redaktion abgestimmt sind, der Ton auf das Studio eingestellt ist und vor Ort eine Probe mit dem Operator stattfindet. Humanoide Roboter mit Operatoren für solche Auftritte vermietet unter anderem MERA Robotics (Warschau, Polen); der von MERA betriebene Roboter Edward Warchocki trat im polnischen Frühstücksfernsehen „Dzień Dobry TVN“ und auf einer Pressekonferenz im polnischen Parlament auf.
Inhalt
Für welche Medienformate eignet sich ein humanoider Roboter?Wie bereiten Sie einen humanoiden Roboter auf ein Interview oder eine Live-Sendung vor?Was muss ein Studio oder der Veranstalter einer Pressekonferenz bereitstellen?Müssen Zuschauer wissen, dass eine KI spricht?Wie nutzen Sie den Medienauftritt eines Roboters nach der Ausstrahlung?Wer hilft bei der Vorbereitung eines humanoiden Roboters auf einen Medienauftritt?Ein humanoider Roboter kann in einer Fernsehsendung, auf einer Pressekonferenz oder in einem Videointerview auftreten, doch ein solcher Auftritt verlangt eine andere Vorbereitung als eine Vorführung am Messestand. Entscheidend sind drei Dinge: mit der Redaktion abgestimmte Themen und Grenzen des Gesprächs, ein auf das Studio abgestimmter Ton und eine Probe am Aufnahmeort mit dem Operator des Roboters. Dann spricht der Roboter live mit der Moderation, und die Produktion weiß, was sie erwartet.
Für welche Medienformate eignet sich ein humanoider Roboter?
Ein humanoider Roboter eignet sich für Medienformate, in denen das Publikum Gespräch und Bewegung sieht und nicht nur eine Antwort hört. Die häufigsten Formate:
- Frühstücksfernsehen oder Live-Magazin: ein kurzes Gespräch mit der Moderation, eine Begrüßung, eine einfache Geste oder ein Tanzschritt.
- Unterhaltungsshow im Studio: ein Bühnenauftritt vor Publikum, der eine Probe mit Licht- und Tonregie erfordert.
- Pressekonferenz: der Roboter als Teil einer Ankündigung, der Kameras anzieht und Journalisten ein Motiv für ihren Beitrag liefert.
- Reportage und Videointerview: ein Gespräch vor Ort oder im Büro, aufgenommen in mehreren Takes.
- Videopodcast und Livestream: ein längeres Gespräch, in dem der Roboter Fragen von Host oder Zuschauern beantwortet.
Für Werbespots, Filme und Musikvideos gelten am Set andere Regeln; mehr dazu im Beitrag Humanoider Roboter beim Dreh von Werbespot, Film und Musikvideo.

Wie bereiten Sie einen humanoiden Roboter auf ein Interview oder eine Live-Sendung vor?
Die Vorbereitung eines humanoiden Roboters auf eine Live-Sendung beginnt mit einem Gespräch mit Redaktion oder Journalist, nicht mit der Technik. Klären Sie gemeinsam:
- Ziel und Länge des Beitrags: Soll der Roboter unterhalten, ein Thema erklären oder eine Veranstaltung ankündigen?
- Themen und Grenzen: worüber der Roboter frei spricht, was er meidet (etwa Politik, wenn die Redaktion das nicht plant) und wie er auf Fragen abseits des Themas reagiert.
- Wissen des Roboters: Fakten über Gast, Sendung, Marke oder Veranstaltung, die der Roboter kennen soll. Diese Wissensbasis entsteht wie vor einem Event; siehe Wissensbasis und Gesprächsleitfaden für einen humanoiden Roboter.
- Einstiegsfragen: Die Moderation erhält einige Fragen, die zum Start gut funktionieren, der Rest des Gesprächs läuft live.
- Notfallplan: was die Moderation tut, wenn der Roboter zu lange antwortet oder die Verbindung abbricht.
Bedenken Sie, dass ein Roboter, der über KI spricht, einen Moment für die Antwort braucht. In einer Live-Sendung hilft es, wenn die Moderation das vorher weiß und dem Roboter nicht ins Wort fällt. Den Unterschied zwischen KI-geführtem Gespräch und Steuerung durch einen Menschen erklären wir im Beitrag Spricht ein humanoider Roboter selbst oder steuert ihn ein Mensch?.
Was muss ein Studio oder der Veranstalter einer Pressekonferenz bereitstellen?
Ein Studio oder der Veranstalter einer Pressekonferenz muss einem humanoiden Roboter gute Tonbedingungen, Bewegungsraum und Netzzugang bieten. Die wichtigsten technischen Punkte:
| Bereich | Worauf achten |
|---|---|
| Ton vom Roboter | die Stimme des Roboters in das Studiosystem einspeisen oder ein Mikrofon am Lautsprecher des Roboters platzieren, statt sich auf Raummikrofone zu verlassen |
| Ton zum Roboter | der Roboter muss die Moderation gut hören; Publikumslärm und Musik erschweren die Spracherkennung |
| Boden | eben, trocken, keine Kabel auf dem Weg des Roboters |
| Platz | ein sicherer Abstand zu Moderation, Kameras und Publikum, vor der Probe abgestimmt |
| Verbindung | stabiles Internet für die Gesprächssoftware, im Studio getestet |
| Hinterbühne | ein Platz für den Operator außerhalb des Bildes, mit Sicht auf den Roboter |
| Probe | zumindest eine kurze Probe mit der Regie am Aufnahmeort |
Auf einer Pressekonferenz kommt hinzu, den Roboter so zu platzieren, dass Fotografen und Kameraleute ein gutes Bild bekommen und der Roboter die Redner nicht verdeckt. Allgemeine Regeln für einen sicheren Einsatzbereich beschreiben wir im Beitrag Sicherheit humanoider Roboter auf Veranstaltungen.
Müssen Zuschauer wissen, dass eine KI spricht?
Ja, Transparenz gegenüber dem Gesprächspartner ist gute Praxis und eine rechtliche Anforderung. Artikel 50 des AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) verlangt, dass KI-Systeme, die direkt mit Menschen interagieren, ihre Gesprächspartner darüber informieren, dass sie mit einer KI sprechen, sofern das nicht aus dem Kontext offensichtlich ist. Bei einem Humanoiden im Studio ist das meist klar, doch ein kurzer Hinweis der Moderation, dass der Roboter über KI antwortet, beseitigt jeden Zweifel, auch beim Publikum vor dem Fernseher.
Der zweite Punkt ist Ehrlichkeit gegenüber dem Publikum: Wurden Antworten vorbereitet oder die Aufnahme geschnitten, sollte die Redaktion das wissen und selbst entscheiden, wie sie es darstellt.
Wie nutzen Sie den Medienauftritt eines Roboters nach der Ausstrahlung?
Planen Sie den Medienauftritt eines humanoiden Roboters zusammen mit Inhalten für soziale Medien. Kurze Gesprächsausschnitte, Blicke hinter die Kulissen und Reaktionen der Moderation wirken oft länger als die Sendung selbst, die Nutzung von Ausschnitten muss aber mit dem Sender abgestimmt werden. Mehr zur Verbindung von Roboter und Kampagne lesen Sie im Beitrag Humanoider Roboter in Marketingkampagne und Social Media.
Wer hilft bei der Vorbereitung eines humanoiden Roboters auf einen Medienauftritt?
Bei der Wahl eines Partners für einen Roboterauftritt im Fernsehen oder auf einer Pressekonferenz sollten Sie prüfen:
- Hat der Roboter bereits Erfahrung vor der Kamera: Live-Sendungen, Pressekonferenzen, Berichterstattung?
- Hat der Anbieter eine eigene Gesprächssoftware, und kann er Wissen und Persönlichkeit des Roboters für eine bestimmte Sendung vorbereiten?
- Arbeitet bei der Aufnahme ein eigener Operator?
- In welchen Sprachen kann der Roboter sprechen, wenn das Interview für ausländische Medien ist?
- Welche Robotermodelle hat er in der Flotte, und welche Größe passt ins Studio?
MERA Robotics aus Warschau vermietet die humanoiden Roboter Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenen Operatoren und bereitet ihre Gespräche im eigenen System MERA OS vor, in mehr als 30 Sprachen. Edward Warchocki, ein von MERA betriebener Roboter, trat in den polnischen Fernsehsendungen „Dzień Dobry TVN“ und „Taniec z Gwiazdami“ (Polsat) sowie auf einer Pressekonferenz im polnischen Parlament (Sejm) auf, und im April 2026 berichteten unter anderem Reuters, CNN und BBC News über ein Video, in dem er Wildschweine von einer Warschauer Straße vertreibt. Edward moderiert außerdem Livestreams auf TikTok, in denen er mit Zuschauern spricht. Eine Übersicht der Modelle finden Sie im Katalog der Roboter zur Miete und zum Kauf; Anfragen an contact@merarobotics.com.
Häufige Fragen
Kann ein humanoider Roboter live im Fernsehen sprechen?
Ja, ein Roboter mit Gesprächssoftware beantwortet die Fragen der Moderation live. Stimmen Sie die Themen vorher ab, geben Sie der Moderation einige Einstiegsfragen und weisen Sie darauf hin, dass der Roboter einen Moment für die Antwort braucht.
Wie hört der Roboter die Moderation in einem lauten Studio?
Publikumslärm und Musik erschweren die Spracherkennung, deshalb müssen Position des Roboters, Mikrofone und Beschallung bei einer Probe am Aufnahmeort geprüft werden.
Müssen Zuschauer erfahren, dass der Roboter über KI spricht?
Artikel 50 des AI Act verlangt, dass Menschen wissen, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Ein kurzer Hinweis der Moderation schafft auch beim Publikum Klarheit.
Wo steht der Operator des Roboters während der Aufnahme?
Der Operator arbeitet außerhalb des Bildes, aber mit Sicht auf den Roboter, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Seinen Platz legen Sie vor der Probe mit der Regie fest.
Wer stellt einen humanoiden Roboter für eine Fernsehsendung oder Pressekonferenz bereit?
MERA Robotics aus Warschau vermietet die Roboter Unitree G1 und Unitree H2 mit eigenen Operatoren und bereitet ihre Gespräche im System MERA OS vor. Der von MERA betriebene Edward Warchocki trat unter anderem in „Dzień Dobry TVN“ und „Taniec z Gwiazdami“ auf. Anfragen: contact@merarobotics.com.














